Windradplan löst sich in Luft auf

Lokales
Flossenbürg
10.03.2015
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"Mr. Scott, Energie." Wer kennt ihn nicht, den legendären Spruch aus der Science-Fiction-Serie "Raumschiff Enterprise". Am Freitag wurde er im Rathaus leicht abgewandelt: "Stefan Janker, Energie."

Dem Verwaltungsangestellten blieb es vorbehalten, die Gemeinderatssitzung mit Informationen rund um das Energie-Coaching zu eröffnen. Zusammen mit Köfering war Flossenbürg die erste Gemeinde, die von der Regierung der Oberpfalz für die Fortsetzung des Energie-Coaching-Programms ausgewählt wurde. Es soll dazu beitragen, den Bedarf zu senken, die Effizienz erhöhen und die erneuerbaren Energien weiter ausbauen. In der Grenzgemeinde wird die Thematik gemeinsam mit Matthias Rösch vom Energie-Technologischen Zentrum Weiden angegangen. Janker berichtete vom bisherigen Verlauf. Er ist mit Adolf Egner und dem zweiten Bürgermeister Thomas Meiler örtlicher Energie-Coach.

Energie: Infoabend im Mai

Bei zwei Treffen ging es um Grundlagen und Bestandsaufnahmen ebenso wie um ein konkretes Beispiel. Mit drittem Bürgermeister Peter Gruber sah sich das Team in der Schule um: "Dort gibt es ein beachtliches Einsparpotenzial. Das bezieht sich nicht nur auf Dämm- und Sanierungsmaßnahmen, sondern auch auf eine intelligente und selbst lernende Heizungsregelung." Präsentiert werden die Ergebnisse bei einem öffentlichen Informationsabend am 18. Mai im Rathaus.

Ein anderes Energiethema ist seit Freitag vom Tisch. Das Gremium entschied sich einhellig dafür, den Antrag, ein Gebiet bei der Kogeri aus dem Naturpark beziehungsweise dem Landschaftsschutzgebiet herauszunehmen, ad acta zu legen. Damit löste sich der ursprüngliche Gedanke an ein eigenes Windrad westlich von Hildweinsreuth in Luft auf. Den Ausschlag gab eine Reihe ungünstiger Umstände. So verfolgen auch Floß und Plößberg das Windkraftziel nicht weiter.

Abstand nicht einzuhalten

Die Tür für private Investoren aufmachen, das wollten die Gemeinderäte auf keinen Fall. Es sei nicht einzusehen, ein diffiziles Verfahren weiterzuverfolgen und nichts davon zu haben. Eine Rolle spielt auch die umstrittene 10-H-Regelung. Der Abstand mit einer zehnfachen Windradhöhe zu Hildweinsreuth lässt sich nicht einhalten. Nicht zu vergessen auf die negativen Reaktionen aus der Bevölkerung in den nahen Ortsteilen.
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