Zu Fuß über die Alpen

Philipp Marschall (links) und Fabian Schöberl (rechts) erfüllten sich mit der Teilnahme am Transalpine-Run einen Traum. Die Ausnahmesportler stellten sich erfolgreich auch den Witterungsbedingungen, egal ob bei Kälte und Nässe oder Hitze. Bild: nm
Lokales
Flossenbürg
12.09.2015
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Fabian Schöberl und Philipp Marschall machten eine Grenzerfahrung. Für den Transalpine-Run nahmen sie viele Strapazen auf sich. Dafür bleibt ein unvergessliches Erlebnis.

Ohne Fitness, die Bereitschaft eigene Grenzen auszutesten und Abenteuerlust ging es nicht. Der Flossenbürger Schöberl und Marschall aus Sonthofen stellten sich den Herausforderungen und machten beim Transalpine-Run mit - eine der weltweit spektakulärsten Laufveranstaltungen.

Seit zwei Jahren spukte der Wunsch, sich der Herkulesaufgabe zu stellen, im Kopf der beiden Studenten. Heuer machten sie ernst und verwirklichten den Traum. Die Messlatte für die Grenzerfahrung lag hoch. In acht Tagen mussten die Zweier-Teams 268 Kilometer bewältigen. Das alleine ist schon schwierig genug. Beim Überqueren der Alpen stellte sich aber eine weitere Herausforderung. 16 Höhenkilometer ging es nach oben und 14 Kilometer bergab.

340 Teams aus 40 Ländern gingen in Oberstdorf an den Start und hofften, das Ziel im italienischen Sulden auch zu erreichen. 207 Läuferpaare schafften es letztendlich. Schöberl und Marschall traten für den SCMK Hirschau an und eroberten den 14. Rang. Ganz ohne Blasen und Blessuren ging es für die zwei Ausnahmeläufer allerdings nicht aus. Zu schaffen machten ihnen vor allem die bergab führenden Strecken mit den Extrembelastungen für Muskeln und Gelenke. Hitze, Kälte und Nässe belasteten zusätzlich.

Aufgeben auf dem Weg durch Deutschland, Österreich, die Schweiz und Italien stand nie zur Debatte. Die Vorbereitungen machten sich bezahlt. Der Stolz auf die eigene Leistung wurde ergänzt durch unvergessliche Landschaftsimpressionen in den Alpenregionen, atemberaubende Ausblicke und die neuen Freundschaften mit anderen Sportlern: "Die Vorgaben des Transalpine-Runs klingen fast schon verrückt. Wir haben uns darauf eingelassen und es nicht bereut. Die Erlebnisse während der acht Tage bleiben mit Sicherheit unvergessen. Und wir wissen jetzt, dass sich auch extreme Herausforderungen meistern lassen."

Ganz ohne fremde Hilfe ging es aber auch nicht. Ricarda Näger-Schöberl, Fabians Mutter, begleitete das Team mit dem Auto und fungierte als Gepäck-Service-Unternehmen: "Da kam es schon mal vor, dass eine Startnummer im Quartier liegen blieb. Reifen, Bremsen und Nerven hatten auf der Rückfahrt einiges auszuhalten. Zwei Minuten vor dem Start der nächsten Etappe waren die beiden dann aber doch noch komplett ausstaffiert."

Ganz billig war das Abenteuer nicht. Die Veranstalter verlangten pro Person eine Startgebühr in Höhe von 750 Euro. Hinzu kamen Übernachtungskosten und weitere Kosten. Hilfe kam unter anderem von Frank Kiener. Der begeisterte Sportler und stellvertretende Vorsitzende des Förderkreises für das Skilanglaufzentrum Silberhütte kümmerte sich um Sponsoren.
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