Einwohner bezahlen Hälfte der Investitionen für Wasser und Abwasser über Ergänzungsbeiträge
1,2 Millionen Euro in der Erde verbuddelt

Zwischenbilanz am Vogelherd: Die Kanal- und Wasserleitungsarbeiten sind abgeschlossen. Jetzt fehlen noch die Hausanschlüsse und anschließend geht es mit dem Straßenbau weiter. Bild: nm
Politik
Flossenbürg
27.06.2016
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Die Vorarbeiten sind abgeschlossen. In den nächsten Tagen gehen die Bescheide raus. Das Kommunalunternehmen "Kommunalservice Flossenbürg" (KSF) fordert Ergänzungsbeiträge für Wasser und Abwasser ein. Sie tragen zur Finanzierung von Maßnahmen bei, die sich auf rund 1,2 Millionen Euro summieren. Einen Großteil des Geldes hat inzwischen die Firma Wagner aus Waldmünchen unter der Erde verbuddelt. Das Unternehmen erneuerte im Gebiet Vogelherd sowohl die Wasser- als auch die Abwasserleitungen. Aktuell stehen nur noch Restarbeiten an. Es folgen die Hausanschlüsse bei den rund 50 Anwesen.

Alleine müssen die Vogelherd-Anwohner die Kosten nicht aufbringen. Der Verwaltungsrat entschied sich dafür, die Hälfte über die laufenden Benutzungsgebühren abzurechnen. Der zweite Teil wird über einmalige Ergänzungsbeiträge finanziert. Betroffen davon ist ebenfalls der gesamte Ort.

In den 1,2 Millionen Euro sind weitere Maßnahmen enthalten. Das reicht vom Druckminderer in Altenhammer über eine neue Leitung zum Quellgebiet bis hin zur UV-Anlage im Hochbehälter. Die stellt als Vorsichtsmaßnahme sicher, dass im Trinkwasser keine Keime auftauchen können.

Anfang Juni schuf der KSF-Vewaltungsrat die rechtliche Grundlage für den eingeschlagenen Finanzierungsweg. Verbindlich beschlossen wurden die Ergänzungsbeitragssatzungen für Wasser und Abwasser.

Die Hälfte des Investitionsaufwandes, rund 600 000 Euro, wird entsprechend der Vorgabe jetzt auch tatsächlich mit Bescheiden eingefordert. Der Abrechnungsmodus hat die im Versorgungsbereich vorhandenen Grundstücks- und Geschoßflächen als Basis. Pro Quadratmeter errechnen sich beim Wasser 0,21 beziehungsweise 0,56 Euro. Beim Kanal sind es 0,26 und 0,66 Euro.

Komplett bezahlt werden muss der sich für jedes Grundstück errechnende Beitrag noch nicht. Als Abschlagszahlung fallen zunächst 50 Prozent an. Weitere Bescheide mit einem zweiten Abschlag sollen im Herbst oder Spätherbst folgen. Noch etwas weiter reicht die Vorschau von Bürgermeister Thomas Meiler: "Für die endgültige Abrechnung wird das Frühjahr 2017 angepeilt."

Viel zu tun hatte während der zurückliegenden Wochen Tanja Schwanitz. Sie überprüfte den vorhandenen Datenbestand. Verbunden war das mit dem Verschicken von Fragebögen an alle Grundstücksbesitzer. Die mussten alle Flächenänderungen melden. Beispiel dafür ist ein Dachgeschossausbau: "Eine solche Pflicht besteht unabhängig von den aktuellen Bescheiden aber generell."

Die Datenbank ist wieder auf dem aktuellen Stand. "Jetzt stehen sowohl beim Wasser als auch beim Kanal für die mehr als 600 Fälle noch die jeweils vierseitigen Ausdrucke, das Kuvertieren und der Versand an. Das erfordert zwar nochmals einen Kraftakt, ist aber eine Sache weniger Tage."
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