Flossenbürger Bürgermeister Thomas Meiler spricht Tacheles
"Es fehlte an Mut"

Politik
Flossenbürg
04.05.2016
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Der neue Bürgermeister Thomas Meiler spricht Tacheles. In der Jahreshauptversammlung der CSU zählt er die Probleme der Kommune auf.

"Wer sich nichts traut, wird nichts erreichen", lautete die Devise des Gemeindechefs. "In der Vergangenheit hat man sich oft mit vielen Themen beschäftigt, aber keine Ergebnisse vorgelegt oder Entscheidungen getroffen. Es fehlte an Mut und Entschlusskraft", kritisierte Meiler im "St. Ötzener Hof" vor 31 Mitgliedern.

Unangenehme Dinge


Seit seinem Amtsantritt habe es schon einige unangenehme Dinge zu regeln gegeben. Meiler: "Das reichte vom Personalmanagement, der Durchleuchtung der finanziellen Situation, dem Einholen von Außenständen bis hin zum hochverschuldeten Kommunalunternehmen." "Viele Vorgespräche mit der Regierung der Oberpfalz waren notwendig, um für die Sanierung des Campingplatzes Gaisweiher Höchstfördersätze zu bekommen", betonte der Gemeindechef. Beschlossen ist, 2,3 Millionen Euro zu investieren. "Wir standen vor der Frage, investieren oder zusperren, nachdem Kaufinteressenten abgesprungen waren."

Meiler zählte etliche Baumaßnahmen in der Gemeinde auf und stellte fest: "Es tut sich was." Das wirke sich auch im Mammuthaushalt mit einer Investitionssumme von 1,7 Millionen Euro aus. "Das wurde in den letzten fünf Jahren zusammen nicht investiert - verbunden mit einem Darlehen von 445 000 Euro." Natürlich sei dies auch dem Bauvorhaben "Voglherd" geschuldet.

Der Bürgermeister gab aber zu bedenken, dass 2015/16 rund 500 000 Euro Defizit vom Gemeindehaushalt an das marode und fast insolvente Kommunalunternehmen gezahlt werden mussten. Außerdem sei es in den zurückliegenden Jahren versäumt worden, Rücklagen zu bilden. Der Antrag für eine weitere Konsolidierungshilfe 2016 sei gestellt.

70-Jähriges in Planung


Die CSU feiert das 70-jährige Bestehen. "Der Ehrenabend mit Abgeordneten Albert Rupprecht wird bereits vorbereitet", verriet Vorsitzende Christina Rosner. Insgesamt gehören 57 Frauen und Männer dem Ortsverband an. Mit einem Wahlsieg für den CSU-Kandidaten sei das Engagement um das Bürgermeisteramt gekrönt worden, lobte Rosner nach einem Rückblick auf die Aktivitäten. Die Vorsitzende dankte für die Zusammenarbeit im Wahlkampf und bei der Verteilung der über 700 Semmelpakete. Alfons Riedl berichtetet von einem positiven Kassenstand.

Die Wahl der Delegierten und Ersatzdelegierten zur Kreisdelegiertenversammlung brachte folgendes Ergebnis: Thomas Meiler, Peter Schwanitz, Christina Rosner, Maximilian Üblacker. Ersatzdelegierte: Johann Werner, Franz Rosner, Peter Schmidt, Rudolf Hauke.
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