KZ-Gedenkstätte Flossenbürg
Gedenkakt erinnert an Opfer

In den vergangenen Tagen stellten Arbeiter in der KZ-Gedenkstätte Flossenbürg den Gedenkstein auf, der an die ermordeten Sinti und Roma erinnert. Bild: KZ-Gedenkstätte Flossenbürg
Politik
Flossenbürg
14.04.2016
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Flossenbürg: KZ-Gedenkstätte Flossenbürg |

Die Feiern zum 71. Jahrestag der Befreiung des Konzentrationslagers Flossenbürg (Kreis Neustadt/WN) sind in diesem Jahr besonders vom Erinnern an die im KZ ermordetenen Sinti und Roma geprägt. Für sie wird im Anschluss an den Gedenkakt am Sonntagnachmittag in Flossenbürg ein Denkmal enthüllt. Zudem schaltet die Gedenkstätte am Wochenende auf ihrer Homepage eine digitale Version des "Totenbuchs Konzentrationslager Flossenbürg" frei. Es enthält die bislang bekannten Namen von mehr als 21 000 der 30 000 Häftlinge, die im KZ Flossenbürg und seinen Außenlagern ermordet wurden.

Das weltweit zugängliche Totenbuch nennt Gedenkstättenleiter Jörg Skriebeleit ein "virtuelles Denkmal für die Opfer des KZ Flossenbürg".

Wie in den Jahren zuvor reisen auch heuer ehemalige Häftlinge an. Die Gedenkstätte erwartet zwei Dutzend aus zwölf Ländern. Viele bringen Kinder und Enkelkinder mit. Beim Gedenkakt am Sonntag, 17. April, um 14 Uhr, sprechen unter anderem Venanzio Gibillini, ein ehemaliger Häftling des Konzentrationslagers Flossenbürg, sowie Kultusminister Ludwig Spaenle, Romani Rose, Vorsitzender des Zentralrats Deutscher Sinti und Roma, und Erich Schneeberger, Vorsitzender des Landesverbands der Sinti und Roma.

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Weitere Informationen:

www.gedenkstaette-flossenbuerg.de
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