Millionenprojekt Sanierung Campingplatz
Gaisweiher neu einkleiden

Noch sind am Fuß der Burg Eis und Schnee zu Gast. Was sich im Laufe des Jahres in der Freizeitanlage Gaisweiher verändert, wird im Detail beim Camperfest zu Pfingsten zu erfahren sein. Bild: nm
Politik
Flossenbürg
06.03.2016
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Die Leinen sind gespannt: Sowohl der Verwaltungsrat des Kommunalunternehmens als auch der Gemeinderat sprachen sich am Freitag dafür aus, der Freizeitanlage am Gaisweiher ein neues Gesicht zu geben.

In den kommenden Wochen und Monaten geht es darum, Zuschussanträge einzureichen und die Baumaßnahmen zu erledigen. Rund 2,3 Millionen Euro sind für das Mammutprojekt nötig. Abwickeln wird es das Kommunalunternehmen "Kommunalservice Flossenbürg" (KSF). Allerdings, und darauf legten KSF und die Gemeinde Wert, nur dann, wenn beide Gremien zustimmen.

Leichter machten das ein relativ niedriger Eigenkapitalbedarf. 805 000 Euro, also etwas mehr als ein Drittel, müssen aus der Grenzgemeinde selbst kommen.

Erfolgreiche Topfguckerin


Viel Lob gab es für Margit Frauenreuther. Die Flossenbürgerin kümmerte sich als Projektmanagerin um die Vorbereitungen, brachte ihren Erfahrungsschatz bei der Suche nach Fördertöpfen ein und war bei den Gesprächen mit den Fachstellen dabei.

Deutliche Worte gab es von Bürgermeister Thomas Meiler zur Herkunft der Eigenmittel: "Wasser und Abwasser haben damit nichts zu tun. Es gibt keine Verrechnungen. Wir werden allerdings, zumindest in der Anfangsphase, auf Einnahmen aus dem Solarpark zurückgreifen, um das Vorhaben zu finanzieren."

Nach der Aussage von Meiler gab es zu dem eingeschlagenen Weg nur eine Alternative: "Wir hätten die Anlage mit dem Camping-, Bade- und Gaststättenbereich endgültig schließen können. Beiden Gremien liegt aber eine gute Zukunft am Herzen." Nun gehe es darum, das Vorhaben - "Es wird uns heuer gehörig fordern" - in der Praxis umzusetzen.

Hohen Stellenwert nimmt die Kostenüberwachung ein. Während der Bauzeit sollen die Ausgaben ständig kontrolliert werden. "Eine wichtige Rolle spielen darüber hinaus die Ausschreibungsergebnisse."

Wie sehr ihnen der Gaisweiher am Herzen liegt, daran ließen Peter Schmidt, Roman Schell und Birgit Neumann keinen Zweifel. Die Freizeitanlage sei als Institution anzusehen und untrennbar mit dem Namen Flossenbürg verbunden. Sie aufzugeben, könne sich im Ort wohl kaum jemand vorstellen. Mit den geplanten Arbeiten werde es einen deutlichen Schub hin zu mehr Attraktivität geben, vor allem auch für Familien mit Kindern. Das gelte nicht nur für den Ort sondern für die Region.

Gut eingepackt werden soll das Zentralgebäude mit der Gaststätte. Bislang ließ die Wärmedämmung zu wünschen übrig. Nötig ist eine neue Heizung. Weg vom Strom, hin zu Pellets. Grundsaniert und erweitert wird das Sanitärgebäude 2. Dafür steht aber das erste Sanitärgebäude künftig nicht mehr zur Verfügung.

Erlebnisspielplatz


Der dritte Bau ist nur während der Sommermonate offen. Er dient zudem für den neuen Zeltplatz der abgeteilt vom Campingbereich auf der westlichen Seite des Geländes entsteht. Aufwendig neu gestaltet wird der Bade- und Uferbereich unter anderem mit einem Erlebnisspielplatz.
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