Naturpark im Rathaus
Flossenbürg erhält Info-Stelle des naturparks Nördlicher Oberpfälzer Wald

Die "doppelte" Burg, eine der Impressionen aus der neuen Naturparkausstellung: Ganz so, wie sie sich in der Gegenwart präsentiert, sah es früher am Burgweiher nicht aus. Damals wurde am Schloßberg noch Granit abgebaut. Bild: nm
Politik
Flossenbürg
05.06.2016
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Das Rathaus wird Außenstelle für den Nördlichen Oberpfälzer Wald mit einem Burgmodell als Schmuckstück. In der Eingangshalle wird eine neue Dauerausstellung über Ziele und Attraktionen informieren.

Bürgermeister Thomas Meiler stellte am Freitag im Gemeinderat den Vorbereitungsstand für die künftige Naturpark-Außenstelle vor. "Es gab während der zurückliegenden Monate intensive Kontakte. Wir freuen uns, in Kürze die Arbeitsergebnisse präsentieren zu können." Umgesetzt wurden diese mit Rollups, Flyern und einem Monitor mit Impressionen aus den Bereichen Natur und Kultur.

Hinweise zu Burg, Schloßberg und Granit sollen die Gäste anregen, vor Ort mehr zu erfahren und sich nicht mit Bildern und Texten zufrieden zu geben. Herz- und Schmuckstück der Ausstellung wird das von Stefan Krapf gefertigte Modell der Burg sein. Es zeigt die ehemalige Hohenstaufenfeste um 1510.

Jetzt die Hausanschlüsse


Gute Fortschritte lassen sich beim Ausbau der Siedlung am Vogelherd verzeichnen. Meiler erläuterte den vom Waldmünchner Unternehmen Wagner erreichten Stand. "Bis auf Kleinigkeiten sind Kanal- und Wasserleitungen verlegt. In den kommenden Tagen folgen die Hausanschlüsse. Dann dauert es nicht mehr lange, bis mit den Straßenbauten begonnen werden kann." Telekom und Bayernwerk seien bei Kabelarbeiten gefordert, und bestellt sei bereits die Straßenbeleuchtung.

54 000 beziehungsweise 52 000 Euro wurden in die Wasserversorgung investiert. Konkret ging es um eine Ultraviolett-Anlage für den Hochbehälter, ein Beitrag zur Qualitätssicherung, und um einen Druckminderer in Altenhammer. Mit ihm lässt sich der bislang hohe Druck in den Leitungen in dem Ortsteil deutlich entschärfen. Kurz vor dem Abschluss stehen die Pflasterarbeiten für das neue Buswartehäuschen am Ortsplatz. Weiter geht es anschließend in der Birkenstraße.

Hoffen auf hohe Förderung


Sorgen bereiteten die Einmündungstrompeten an der Wiesenstraße und der Froschau. Die großen Pflastersteine lösten sich, schufen Gefahrenstellen und wurden neu verlegt. Warten ist für die geplante Sanierung der Freizeitanlage Gaisweiher angesagt: "Die Förderanträge wurden abgegeben. Jetzt hoffen wir auf ein gutes Ergebnis." Einen positiven Bescheid gibt es bereits beim Kommunalen Investitionsprogramm. 360 000 Euro wurden für die Renovierung des Wohnhauses in der Flosser Straße bewilligt. Meiler: "Wir haben für die umfangreichen Maßnahmen allerdings nur bis 2018 Zeit."

Positives ließ sich genauso für die Mittagsbetreuung vermelden. Trotz der anfangs etwas zögerlichen Anmeldungen gibt es auch im kommenden Schuljahr wieder zwei Gruppen. Für 25 Euro im Monat steht eine Aufsicht gegenüber, die bereits um 7 Uhr beginnt und die sich bis 17 Uhr erstreckt. Roman Schell regte Änderungen am Zugang zum Spielplatz Torwiese an: "Mit einem Kinderwagen wird es schwierig."

Auf 230 000 Euro beläuft sich 2015 der Gewinn des Kommunalunternehmens für den Solarpark, für Wasser und Abwasser. Der Eigenkapitalstand liegt bei 163 000 Euro. Ausgeglichen werden müssen in den kommenden Jahren noch Verlustvorträge. Rudolf Hauke wertete die einschneidenden und für die Bürger belastenden Maßnahmen als unverzichtbar. "Das Kommunalunternehmen ist jetzt gut aufgestellt."
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