Neues Konzepot rettet Campingplatz Gaisweiher
Landkreis und Gemeinde ziehen an einem Strang

Bürgermeister Thomas Meiler (vorne, links) erläuterte den CSU-Kreisräten um Landrat Andreas Meier und Fraktionschef Stephan Oetzinger (Zweiter und Dritter von links) die Maßnahmen zur Instandsetzung des Zentralgebäudes am Campingsplatz Gaisweiher. Bild: bgm
Politik
Flossenbürg
17.09.2016
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140 Dauercamper, manche schon in der dritten Generation, ein idyllischer Badeweiher, Wald und Ruhe - eigentlich perfekte Voraussetzungen für eine florierende Freizeitoase. Dennoch stand die Zukunft des Naherholungszentrums Gaisweiher zeitweise auf tönernen Füßen.

Die Holzterrasse der Gaststätte ist mit Ständern provisorisch gestützt. Wegen Einsturzgefahr kann sie nicht mehr genutzt werden. Spätestens als die ersten Heizkostenrechnungen im Briefkasten lagen, warfen in der Vergangenheit die Pächter das Handtuch.

Sanierung erste Maßnahme


Die energetische Sanierung des Zentralgebäudes steht jetzt als erste Maßnahme eines umfassenden Zukunftskonzeptes für die Freizeitanlage am Gaisweiher an. "Das ist wirklich ein Konzept mit Köpfchen, das zukunftsfähig ist", lobte CSU-Kreistagsfraktionschef Stephan Oetzinger bei einer Besichtigung mit den Fraktionskollegen. Bürgermeister Thomas Meiler erläuterte den Kreisräten die Maßnahmen. Ein Kindermatschplatz, eine Pirateninsel und ein Kletterfelsen sollen für ein zeitgemäßes Freizeiterlebnis sorgen. Das Investitionsvolumen beläuft sich auf 2,3 Millionen Euro. Dank Fördergeldern aus drei verschiedenen Programmen mit Fördersätzen zwischen 30 und 80 Prozent verbleiben für den Kommunalbetrieb lediglich 800 000 Euro, die aus eigenen Mitteln bestritten werden müssen. "Ich möchte mich bei der Kreistagsfaktion bedanken, ohne deren Unterstützung wir das nicht geschafft hätten", betonte Bürgermeister Meiler. "Der Landkreis hat die Rückbauverpflichtung der Gemeinde finanziell abgelöst", erläuterte Landrat Andreas Meier. Die Gemeinde hatte sich notariell verpflichtet, notfalls auf eigene Kosten den Rückbau des Zentralgebäudes vorzunehmen. Kleinere Schwierigkeiten habe es etwa bei der Förderzusage für die Kegelbahn gegeben. Auf einem mehrseitigem Schriftstück musste begründet werden, warum diese für eine ländliche Region sehr wichtig sei. "Bei schlechtem Wetter sind wir darauf angewiesen", erklärte der Gemeindechef.

In Planung ist eine Seebühne, die gleichzeitig als Liegeplatz und Anlegestelle genutzt werden könnte. Sollte es zu unvorhergesehenen Kostensteigerungen kommen, würde diese Maßnahme wegfallen. Wichtig sei der Gemeinde gewesen, dass der Badebereich weiterhin kostenlos zur Verfügung gestellt werden kann.

Neuer Küchenchef


Der neue Pächter, ein gebürtiger Konnersreuther, der die Campinggäste momentan mit Gerichten aus seiner Privatküche verköstigt, sei acht Jahre lang als Küchenchef in Kanada tätig gewesen. In die Anlage habe er sich auf den ersten Blick verliebt. Der Camper-Verein leiste durch viele Arbeitsstunden einen großen Beitrag. "Das war ein langer Prozess bei dem alle Beteiligten gut zusammengewirkt haben", betonte Meiler zufrieden. Die Alternative wäre der Abriss gewesen.
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