SPD-Generalsekretärin Barley warnt vor Extremismus
Wider den Hass

SPD-Generalsekretärin Katarina Barley betrachtet den Gedenkstein für die sozialdemokratischen Opfer in der KZ-Gedenkstätte Flossenbürg. Bild: paa
Politik
Flossenbürg
19.04.2016
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Flossenbürg: KZ-Gedenkstätte Flossenbürg |

Bei ihrem Besuch in der KZ-Gedenkstätte Flossenbürg hat SPD-Generalsekretärin Katarina Barley vor einem neuerlichen Erstarken des politischen Extremismus gewarnt. Der Glaube, er komme nicht wieder, sei falsch gewesen, machte sie deutlich. "Es kriecht wieder näher", sagte sie mit Blick auf die Reden über 1000 Jahre Deutschland, auf den Antrag im Landtag von Sachsen-Anhalt, die Homosexuellen im Land zu zählen und auf den Versuch, einer Religion wieder alles Böse zuzuschreiben. Dabei spielte sie auf die fremdenfeindliche Pegida-Bewegung und die rechtspopulistische AfD an. "Wir haben wieder eine politische Kraft in Deutschland, die meint, den Patriotismus wieder ganz hoch hängen zu müssen", sagte Barley

Die SPD-Politikerin war anlässlich des 71. Jahrestages der Befreiung des Konzentrationslagers Flossenbürg am Montagnachmittag in die Gedenkstätte gekommen. Zusammen mit dem Weidener SPD-Bundestagsabgeordneten Uli Grötsch und rund 50 Oberpfälzer Genossen erinnerte sie an die Sozialdemokraten, die im Konzentrationslager geknechtet und ermordet wurden. Vor dem Gedenkstein für die sozialdemokratischen Opfer legte sie einen Kranz nieder.

"Wenn wir aufhören, uns zu erinnern, laufen wir Gefahr, dass es sich wiederholt." Barley rief die Genossen auf, die Demokratie gegen die Angriffe von Rechts zu verteidigen und warnte vor Spaltung, Hass und Gewalt in Europa. Sie kritisierte die Selbstbedienungsmentalität in Europa und forderte sich ein Beispiel an den Gründervätern zu nehmen, und Europa weiter aufzubauen.
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