Viel Mut, wenig Geld
Flossenbürger SPD betont ihre kommunalpolitischen Erfolge

Glückwünsche, Beifall und Lob galten am Sonntag Karin Grabert und Heinz Münchmeier (vorne, Mitte). Sie halten der SPD seit 30 beziehungsweise 50 Jahren die Treue. Bundestagsabgeordneter Uli Grötsch (rechts) gratulierte den treuen Genossen. Bild: nm
Politik
Flossenbürg
02.06.2016
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Peter Gruber von der Flossenbürger SPD verlor im Herbst denkbar knapp mit 27 Stimmen die Wahl zum Bürgermeister. Die Genossen sind dennoch zufrieden.

"Es ist ein Ansporn für die Zukunft", kommentierte Vorsitzender Roman Schell das Abschneiden von Gruber. Die vorgezogene Bürgermeisterwahl im Herbst war großes Thema in der Jahreshauptversammlung der SPD. Schell würdigte in "Murphys Pilsstube" das Ergebnis. "Es fehlten gerade einmal 27 Stimmen. Das war ein deutlicher Vertrauensbeweis für Gruber."

Lob für Johann Kick


Zum Engagement des aus gesundheitlichen Gründen aus dem Amt geschiedenen Bürgermeisters Johann Kick merkte er an: "Über 13 Jahre hinweg leistete er für Flossenbürg eine eindrucksvolle Arbeit." Als Beispiele dafür verwies Schell auf Maßnahmen beim Straßenbau, den Feuerwehren, beim Breitbandausbau, im Wasser- und Abwasserbereich, für den Solarpark oder für die erneuerbaren Energien: "Wichtig war es ihm, nie die Finanzen der Kommune aus den Augen zu verlieren." Aus Sicht der SPD-Gemeinderatsfraktion kritisierte Gruber: "Wer von fehlendem Mut spricht, der verkennt die Tatsachen. Der drastische Schuldenabbau war Basis für Projekte, die jetzt starten konnten." Johann Kick habe nicht zuletzt den Grundstein für die laufende Sanierung am Vogelherd gelegt. "Es fehlte nicht an Mut, sondern an Geld", betonte der dritte Bürgermeister. Zum Wohl des Ortes trage die SPD-Fraktion die aktuelle Arbeit mit, angefangen vom Vogelherd-Ausbau mit einem Investitionsvolumen von 1,8 Millionen Euro über den neuen Unimog oder das Besucherleitsystem bis hin zur anstehenden DSL-Erschließung der Ortsteile.

Ohne Solarpark kein Geld


Gute Wünsche galten Thomas Pentner, der für den aus beruflichen Gründen aus dem Gremium ausgeschiedenen Günther Faltermeier nachrückte: "Nicht zu vergessen Roman Schell. Als SPD-Vorsitzender und Fraktionssprecher ist er doppelt belastet und macht seine Arbeit ausgezeichnet." Aus Sicht des Kommunalunternehmens setzte sich Ulrich Krapf mit der Erweiterung des Geschäftsbetriebs auseinander. Im Januar kam die Freizeitanlage Gaisweiher hinzu. "Sie wird mit 2,3 Millionen Euro saniert. Rund 800 000 Euro verbleiben als Eigenanteil. Ohne die Einnahmen aus dem Solarpark wäre daran nicht zu denken." Viel Geld fließt in den Wasser- und Abwassersektor. Die Hälfte der Ausgaben wird über die Gebühren, der verbleibende Teil über in Kürze anfallende Beiträge gedeckt.

Vom Geschehen bei den Jusos und der Arbeitsgemeinschaft sozialdemokratischer Frauen berichteten Fabian Kraus und Andrea Egner. Bundestagsabgeordnete Uli Grötsch machte der Flossenbürger SPD Mut für die Zukunft: "Ihr leistet ausgezeichnete Arbeit. Flossenbürg ist und bleibt ein Leuchtturm der SPD."

Auszeichnungen und Wahlgang"Wir wissen Engagement und Treue zu schätzen", würdigte SPD-Vorsitzender Roman Schell die langjährige Mitgliedschaft von Heinz Münchmeier und Karin Grabert . Zusammen mit MdB Uli Grötsch rief Schell die Zeit vor 50 beziehungsweise 30 Jahren ins Gedächtnis: "Ihr beide habt miterlebt, was sich ereignete und wie intensiv Sozialdemokraten Deutschland und Flossenbürg gestalteten."

Gewählt wurde auch. Delegierte für die Wahlkreiskonferenz am 24. September in Weiden sind Andrea Egner, Walter Lugert und Adolf Egner. (nm)
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