CSU-Starkbierfest
Meiler bringt Licht ins Dunkel

CSU-Ortsvorsitzende Christina Rosner dankte dem Fastenprediger Bruder Barnabas alias Markus Pentner. Bild: cro
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Flossenbürg
09.03.2016
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Das Rezept für ein gelungenes Starkbierfest: dunkles Fastenbier, bayrische Brotzeiten, gute Live-Musik, aufgeschlossene Gäste und ein Fastenprediger. Beim CSU-Fest fehlte keine Zutat.

Im gut besuchten Theresienheim begrüßte Ortsvorsitzende Christina Rosner mit Thomas Meiler zum ersten Mal einen CSU-Bürgermeister. Die erste Buße durch Trinken des Fastenbieres war bereits getan und die Stimmung durch das "Fahrenberg Duo" aus Waldthurn aufgeheitert, als sich "Bruder Barnabas jun." (Markus Pentner) mit einem Augenzwinkern der Bundes- und Landespolitik sowie dem Geschehen in Flossenbürg widmete.

Abgehandelt wurden die Griechenland- und Flüchtlingskrise, in der "Bundes-Angie" jene historischen Worte sprach "Wir schaffen das" und der "Horsti" im Hintergrund sagte "Wir lassen das". In Franken gab es Mord und Totschlag beim ersten "Franken-Dadord". Der Pater freue sich schon auf den ersten Oberpfalz-Tatort. Beim "Schau, dou liegt a Douder dou" müsste allerdings mit Untertiteln bei der ARD gearbeitet werden. Somit muss der Flossenbürger Dorfgendarm noch eine Weile warten, "bis er einmal im Tatort ermitteln darf".

Einen Krimi gab es in Flossenbürg: Einen Wahlkrimi. 27 Stimmen entschieden über Sieg und Niederlage. Ob der knappe Wahlausgang dadurch beeinflusst wurde, dass zwischen Murphys Frühschoppen und der Wahlparty einige vergessen haben zu wählen, bleibe eine Mutmaßung.

Rathaus ist noch da


Als "Beleuchtungsbürgermeister" wird Thomas Meiler in die Geschichte eingehen. Er habe, so Barnabas, "Licht ins Dunkel der KSF (Kommunalservice Flossenbürg)" gebracht, die Beleuchtung zum Sportplatz umgesetzt und zu Weihnachten das Rathaus beleuchtet. "Ist das Licht Symbol für Glaube, Liebe, Hoffnung? Oder einfach "Alles ist heller seit ich Bürgermeister bin?" Es gelte eine neue "Open Door Policy". Seit Büsche und Hecken entfernt wurden, haben viele Leute zum ersten Mal seit vielen Jahren gesehen, dass es überhaupt noch ein Rathaus gibt.

Die Tiefbaustellen - gefühlte 25-Meter-Fundamente bei den neuen Bushäuschen - ließen auf den Bau einer U-Bahn-Station schließen. 2,3 Millionen Euro werden am Campingplatz Gaisweiher für eine "große Gemeinschaftsbadewanne" investiert. Barnabas folgerte, dass Meiler während seiner Dienstzeit in München das "Müllerische Volksbad" schätzen gelernt hat und nun ein "Meilerisches Volksbad" am Geisweiher entstehen lassen möchte.

Lebhafte Diskussion


Beim Blick über den Kirchturm hinaus versuchte Barnabas zu erklären, warum Floß eine Ampel braucht. Diese wäre eine Investition in die Zukunft, sie solle nicht den Straßenverkehr, sondern den Luftverkehr in der "Krähen-Metropole" regeln. Der Drohnenpaketdienst großer Händler könnte mit seinen fliegenden Alleskönnern mit dem Krähenverkehr in Konflikt geraten.

Mit gereimten Versen begann und beendete der Prediger seine Zusammenfassung der Geschehnisse in Dorf, Land und Bund. Mit der vom Publikum gefeierten Fastenrede verabschiedete sich der junge "Bruder Barnabas" zurück in sein Kloster. Es dauerte bis weit nach Mitternacht, ehe die letzten Gäste den Weg nach Hause antraten, weil Barnabas' Mutmaßungen und lustigen Gedankenspiele zu lebhaften Diskussionen anregten.
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