Gemeinderatssitzung in Flossenbürg
Pech beim Straßenbau

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Flossenbürg
09.02.2016
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Pech gehabt - im wahrsten Sinne des Wortes. Die schwarze zähe Masse findet sich im Straßenbelag und muss entsorgt werden. In der Gemeinderatssitzung äußerte sich Bürgermeister Thomas Meiler zudem zum Rückzug der Sparkasse und suchte Hilfe für zwei Flüchtlingskinder.

Laboruntersuchungen bestätigten einen Umstand, der im Norden der Grenzgemeinde für zusätzlichen Aufwand sorgt. Bevor der Straßenbau starten kann, muss das pechhaltige alte Teer-Material ausgebaut und auf einer Deponie entsorgt werden. In vergangenen Jahrzehnten kam es häufig zum Einsatz und sorgt nun für Probleme. 14 000 Euro fallen für die Aktion an. Eine gute Seite gibt es dennoch: Die Regierung der Oberpfalz stellte mit der Städtebauförderung staatliche Gelder in Aussicht.

Festgelegt wurde bei der Gemeinderatssitzung auch die Art der Straßenbeleuchtung für das Gebiet. Die Gemeinderäte entschieden sich im Rathaus für ein Lampenmodell, das sich an die im Ort bereits vorhandene Castor-Leuchte anlehnt. Ein wenig anders sieht die Neue schon aus und mit LED kommt neue Technik zum Einsatz. Die Kosten mit rund 850 Euro pro Lampe sind in den bisherigen Berechnungen enthalten und verursachen keinen finanziellen Mehraufwand.

Ansprechpartner wichtig


"Wir können froh sein, mit der Raiffeisenbank eine örtliche Bank zu haben, die an der Präsenz nicht rüttelt", kommentierte Bürgermeister Thomas Meiler den Rückzug der Sparkasse. Leider sei die Kommune erst benachrichtigt worden, als die Entscheidung bereits feststand. "Gerade für unsere älteren Mitbürger ist es wichtig, Ansprechpartner zu haben", unterstrich Roman Schell den Stellenwert eines Geldinstituts vor Ort.

An einen Gesprächstermin in Floß erinnerte das Gemeindeoberhaupt. Dabei ging es um ein Miteinander benachbarter Orte im Nordosten des Landkreises: "Ein gemeinsames Marketingkonzept bringt für die Beteiligten Vorteile und senkt Kosten. Speziell für den Tourismus eröffnen sich positive Aspekte."

Als Beispiele nannte Meiler die Internetpräsenz oder Veranstaltungen. Rudolf Hauke forderte, den Ansatz nicht nur auf Flossenbürg und Floß zu begrenzen, sondern alle umliegenden Orte einzubeziehen. Eine gute Nachricht traf zuvor ein. Die Regierung der Oberpfalz stufte den Breitbandausbau für Altenhammer, Hildweinsreuth, Sankt Ötzen, Rumpelbach, Gaismühle und Gaisweiher positiv ein. Dem Vertrag mit dem Anbieter der Ausschreibung, der Telekom, steht nichts mehr im Wege.

Zelt als Lager


Keine Einwände gab es gegen die Absicht der Leichtmetallgießerei Schulte & Schmidt. Ein Zelt soll als Lagermöglichkeit für Produktionsteile dienen. Einverstanden waren die Räte mit den Unterlagen von Erwin Kick. Er will am Wohnhaus am Plattenberg eine Dachgaube und einen Balkon anbauen.

Fahrer für Flüchtlingskinder gesuchtDer Platz wurde eng im Flosser Kindergarten. Dafür stehen in Flossenbürg noch Möglichkeiten offen. Unmittelbar wirkt sich das für zwei Flüchtlingskinder aus. Sie sollen nicht zwangsweise zu Hause bleiben, sondern finden in der Grenzgemeinde Aufnahme. Beide Kindergärten waren sich einig, dennoch bleibt ein Problem.

Bürgermeister Thomas Meiler verwies in der Gemeinderatssitzung auf die noch ungeklärte Beförderung der Kinder: "Ich hoffe auf eine gute Lösung." Gefordert sei ehrenamtliches Engagement: "Anders wird sich die Fahrten-Frage nur schwer lösen lassen."

Mit Beteiligten aus beiden Orten gebe es inzwischen einen ersten Ansatz: "Wir brauchen aber in Floß und Flossenbürg noch mehr Mitbürger, die sich der Kleinen annehmen. Ich denke, dass eine solche Hilfe ein gutes Zeichen wäre." Meldungen gingen bereits ein. Weitere Helfer können sich im Rathaus melden. (nm)
Wir können froh sein, mit der Raiffeisenbank eine örtliche Bank zu haben, die an der Präsenz nicht rüttelt.Bürgermeister Thomas Meiler
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