Geo-Tour der KTB und des Geoparkes
Reise in die Erdgeschichte

Ein eindrucksvolles Zeugnis, auch für den Baustoff Granit: Die ehemalige Hohenstaufenfeste in Flossenbürg verschlägt einem sowohl im Sommer und als auch im Winter fast den Atem. Bild: nm
Vermischtes
Flossenbürg
23.02.2016
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Urgestein prägt eine Region. Die verschiedenen Blickwinkel darauf wollen das Geo-Zentrum Windischeschenbach und der Geopark Bayern-Böhmen beleuchten. Dazu nehmen sie die Besucher mit auf eine Heimatreise.

Flossenbürg/Windischeschenbach. Dazu haben die Zentren den Granit als "Rückgrat Ostbayerns" fachlich und didaktisch aufgearbeitet. Mit acht Thementafeln an verschiedenen Standorten in der Gegend führen sie künftig vor Augen, wie das Gestein entstand, wie er verwittert, welche Bedeutung es hat und wie vielfältig es verwendet wird.

Die Tafeln unter der Überschrift "Geo-Tour Granit" werden Ende April der Öffentlichkeit übergeben. Dabei dreht sich alles um eine Tour zu acht typischen Granitstandorten der Region. An jedem Ort wird auf einer großformatigen bebilderten Infotafel ein spezieller Aspekt des Granits aufgegriffen und verständlich erläutert.

Basis der Erkenntnisse


Dr. Frank Holzförster, wissenschaftlicher Leiter des Geo-Zentrums, verweist auf den hohen Stellenwert der Thematik. "Die Erforschung des Granits ließ ein erstes geowissenschaftliches Weltbild wachsen, das die inneren Kräfte der Erde sachlich unter die Lupe nimmt." Damit habe Granit einen großen und wichtigen Anteil an der Entwicklung der modernen Geowissenschaften.

Die Präsentation der Rundreise-Ziele ist am 29. April um 14 Uhr in Flossenbürg geplant, stellvertretend für alle Standorte. Das soll am Aufgang zum Schloßberg und zur Burg passieren. Beides steht weithin sichtbar für das Urgestein, für das Vorkommen in der Natur und für das, was aus Menschenhand daraus entstehen kann.

Bürgermeister Thomas Meiler freut sich nicht nur auf diesen Termin, sondern auch auf vier gemeinsame Vorträge mit Holzförster. Geplant wurden sie in Zusammenarbeit mit der Umweltstation an der KTB, dem Geopark Bayern-Böhmen und der Volkshochschule Neustadt/Weiden. Den Auftakt gibt es am 2. März um 19 Uhr im GEeo-Zentrum.

Egoistisches Gestein


Dr. Carlo Dietl beleuchtet den Vorgang der Platznahme der Granitschmelze in einem bereits vorhandenen Nebengestein. Granit ist für Nachbargesteine ein Problem geworden. Er drängte sich zwischen sie und verschaffte sich so Platz. Die Vorgänge können Wissenschaftler nicht direkt beobachten, sehen aber am Gestein Indizien für diese Vorgänge. Diese Erkenntnisse fließen in Modellvorstellungen ein. Mit diesen Modellen ist die Platznahme von Granitmagma in der festen Erdkruste zu erklären.

Weiter geht es am 16. März, 6. April und 20. April weiter. Die Referenten setzen sich mit der Verwitterung, mit dem Entstehen spezieller und besonders attraktiver Minerale sowie mit Geschichten rund um das Gestein auseinander. Die Vorträge beginnen jeweils um 19 Uhr im Geo-Zentrum. Eintritt 3,50 Euro.
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