Heimreise mit einem speziellen Wörterbuch
Nach vier Wochen als „Urlaubspfarrer“ zurück nach Polen

Der Abschied fiel schwer. Pater Dariusz Sztuk (Mitte) machte sich nach vier Wochen auf den Heimweg nach Polen. Die Vorfreude auf das Jahr 2017 spielte nach dem Sonntagsgottesdienst auch eine Rolle. Bild: nm
Vermischtes
Flossenbürg
02.09.2016
25
0

Wehmut auf beiden Seiten war schon dabei, als sich Pater Dariusz Sztuk am Sonntag verabschiedet. Der polnische Pater tritt nach vier Wochen die Heimreise an. Bereits zum 21. Mal kümmerte er sich in der Urlaubszeit um die katholische Pfarrei.

(nm) Kirchenpfleger Josef Völkl wünschte dem Pater eine gute Heimreise: "Vor allem aber möchte ich Vergelt's Gott für die geleistete Arbeit sagen. Ein Erholungsurlaub war der August bestimmt nicht." Wie beliebt Sztuk in der Grenzgemeinde ist, zeige sich an den entstandenen Freundschaften.

"Unser Pater Dariusz"


Die Kontakte schätzen die Einheimischen und der "Urlaubspfarrer" sehr. "Unser Pater Dariusz", diese Aussage spricht für sich. Im Gedächtnis haften blieb dem Geistlichen eine Serenade mit Chören aus Neustadt und Flossenbürg. "Grün die Wälder, grau die Burgen. Oberpfalz mein Heimatland", der Sängerspruch prägte sich ein: "Mir sei es erlaubt, das auch für mich in Anspruch zu nehmen."

Die deutsche Sprache beherrscht Sztuk fast perfekt. Jetzt kommt noch der einheimische Dialekt dran. Dafür kaufte er sich das Wörterbuch "Deutsch - Oberpfälzisch".

Mit einer imponierenden und nachdenklich stimmenden Predigt setzte sich der Salesianerpater mit einer Aussage von Jesus auseinander: "Wer sich selbst erhöht, der wird erniedrigt werden." Es gehe nicht darum, sich klein zu machen oder Erfolge zu vermiesen: "Wichtig ist es vielmehr, nicht auf Kosten anderer zu leben. Dann können wir zumindest für unseren Einflussbereich auch die Welt etwas zum Guten verändern."

Zusammen mit dem Koffer packte Sztuk Geldumschläge ins Auto. Die Kollekten der Gottesdienste und die Spenden des Frauenbundes, sowie der Katholischen Arbeitnehmerbewegung fließen in das von ihm geleitete Priesterseminar in Lad. Nach einem Abstecher zu den Eltern in Danzig geht es für ihn erneut ins Ausland. Er führt eine Gruppe durch Israel, wo er studierte.
Weitere Beiträge zu den Themen: Katholische Pfarrei (3)Urlaubspfarrer (1)
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.