Informationen im Mittelpunkt

Die Mittelpunktmacher: Alfred Helgert (links) und Anton Frauenreuther (rechts) schlossen am Donnerstag ihre Sanierungsarbeiten an den Hinweistafeln ab. Bild: nm
Vermischtes
Flossenbürg
08.10.2016
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Alfred Helgert und Anton Frauenreuther halsen sich mühevolle Arbeit auf. Der Mittelpunkt Mitteleuropas muss auch optisch passen. Unter der Vorgabe kümmern sie sich um die Reparatur der beiden Informationstafeln in Hildweinsreuth.

(nm) Als die Paneuropa-Union Ende September zum Mittelpunkt-Picknick einlud, fiel der Schaden auf. An den Rückseiten der 2007 aufgestellten Tafeln offenbarten sich arge Schäden. Die verwendeten Platten lösten sich durch die eingedrungene Feuchtigkeit auf. Es drohte größeres Ungemach, bis hin zu Schäden an den Texten und Zeichnungen auf der Vorderseite.

Grenzenloses Europa


Peter Zimmermann hatte vor neun Jahren die Hinweise und Erläuterungen zusammengestellt. Der Landschaftsarchitekt aus Maxhütte-Haidhof beleuchtete die touristische und geschichtliche Attraktion aus unterschiedlichen Blickwinkeln. Er spannte den Bogen von der Frage, was unter dem Begriff "Mitteleuropa" zu verstehen ist über die Berechnungsmethodik oder die Gestaltung des Platzes bis hin zum "Nachbarmittelpunkt" in Neualbenreuth. Sowohl der Hinweisstein in Neualbenreuth als auch die Hildweinsreuther Granitscheibe in Form eines Ausschnitts aus der Weltkugel entstanden 1985. In beiden Fällen stand dahinter nicht nur die Suche nach einer Sensation, sondern vor allem die Sehnsucht der Orte am damaligen Eisernen Vorhang, es möge zu einem Europa des grenzenlosen friedlichen Miteinanders kommen. Bereits vier Jahre später erfüllten sich die kühnen Hoffnungen. Helgert und Frauenreuther ließen das damalige Geschehen und die bis in die Gegenwart reichende Symbolkraft keine Ruhe.

Nur mit dem Traktor


Die Tafeln dürfen keinen Schaden leiden oder gar verfallen, unter der Vorgabe machten sie sich an die Renovierung. Abnehmen und wieder befestigen ließen sich die Metallrahmen wegen ihres Gewichtes nur mit Hilfe eines Traktors. Ausgetauscht wurden die Rückseiten. Die sorgfältig angebrachte Abdichtung lässt eindringender Feuchtigkeit keine Chance. Mit Pinsel und Farbe gab es einen neuen Anstrich.

Dem nicht genug: An den zeitaufwendigen Einsatz wurde noch eine Extrastunde angehängt: "Das aus den Fugen der Granitscheibe herauswachsende Unkraut ist jetzt verschwunden."
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