Keine Chence für Spekulanten
Flossenbürger sanieren markanten Granitbau selbst

Seit Jahren steht der markante Granitbau an der Hauptstraße leer. Jetzt wird er saniert und wiederbelebt. Der Kommune wurden Fördermittel in Aussicht gestellt. Bild: nm
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Flossenbürg
18.05.2016
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Seit Jahren steht der markante, unmittelbar an der Hauptstraße gelegene Granitbau leer. Jetzt soll dort neues Leben einkehren. Die Kommune erhält 360 000 Euro für die Sanierung des Hauses, auf das es Spekulanten abgesehen hatten.

"Den Förderbescheid haben wir zwar noch nicht bekommen, ich gehe aber davon aus, dass die Auskünfte stimmen", sagte Bürgermeister Thomas Meiler. Gemeint waren Gelder im Rahmen des Kommunalen Investitionsprogramms (KIP). Von der Gemeinde war für das in den 1920er-Jahren errichtete Gebäude mit den sechs Wohnungen ein Antrag eingereicht worden.

Neue Wohnungen


Der Aufwand lohnte sich und ermöglicht die wegen eines Wasserschadens notwendigen Sanierungen: "Wann und wie die ablaufen, kann ich noch nicht sagen. Es ermöglicht uns aber, dort wieder Wohnraum anbieten zu können." Bisherige Verkaufsabsichten ließen sich nicht verwirklichen. Interesse äußerten hauptsächlich Spekulanten. . Auch wenn es nicht unter Denkmalschutz steht, das markante Haus direkt gegenüber dem Kindergarten bleibt im Eigentum der Kommune. Wer künftig das Granitwerk Helgert finden will, darf nicht mehr nach der Waldkirchner Straße suchen. Der Teilbereich mit dem angrenzenden Betriebsgelände wurde am Freitag in Johann-Helgert-Weg umbenannt. Es ist eine Hommage an den früh verstorbenen Firmeninhaber.

Teurer wird es, Bauschutt am Bauhof abzuliefern. Flossenbürg zählt zu den wenigen Kommunen, in denen das überhaupt noch möglich ist. Anlass ist der deutlich erhöhte Preis für die Entsorgung . Das treibt die Gebühren für eine Schubkarre voll Bauschutt von 3,50 auf 6,50 Euro nach oben. Bei einem Kubikmeter fallen 90 statt bisher 50 Euro an.

Desolate Straße


Neben der Gemeindeverwaltung sind im Rathaus bereits Polizei, Bergwacht und Burgschützen untergebracht. Ab dem 13. Juni und voraussichtlich bis Mitte August gibt es erneut Zuwachs. Die Raiffeisenbank richtet wegen der Renovierungarbeiten im Bankgebäude ein Büro ein.

Gebaut wird demnächst auch im Umfeld des Sportplatzes. Die Waldmünchener Firma Wagner kümmert sich um den unbefestigten Weg, der an dem Gelände vorbei und hinunter zur Hans-Birk-Straße führt. Regenfälle spülten die Verbindung aus und der Verkehr trug ein Übriges zum desolaten Zustand bei. Künftig soll er auf die Eigentümer der angrenzenden Grundstücke beschränkt werden.
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