Millionenzuschuss erleichert Zukunftsinvestionen
Geldfluss für den Gaisweiher

"Uns ist nicht langweilig, sondern wir wollen etwas für den Gaisweiher tun", erklärte Jürgen Markelstorfer (vorne) die Beweggründe für die schweißtreibenden Arbeitseinsätze. Der Gaisweiher sei das wert. Bild: nm
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Flossenbürg
23.08.2016
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Sie lieben "ihren" Gaisweiher und sind bereit, dafür tatkräftig anzupacken. Die Campingfreunde stellen einige Arbeitseinsätze auf die Beine. Eine wichtige Rolle spielt dabei die Zukunft des Geländes. Investitionen werden mit einem Millionen-Zuschuss erleichtert.

Vor mehr als vier Jahren wurde der mittlerweile rund 190 Mitglieder zählende Verein aus der Taufe gehoben. Anliegen der Camper war und ist es, das Freizeitgelände im Norden von Flossenbürg auf Dauer zu erhalten. "Wir feiern und arbeiten gemeinsam", stellte Vorsitzender Jürgen Markelstorfer bei einem Ortstermin eines der Mottos der Campingfreunde in den Mittelpunkt.

"Alles wieder wie neu"


Bei den Einsätzen kann der Mann an der Spitze auf engagierte Helfer bauen. Die Truppe kommt seit Wochen gehörig ins Schwitzen, nicht jeden Tag, aber inzwischen schlägt ein stattliches Pensum zu Buche. Viel zu tun gab es bei den Treppenanlagen und den geschotterten Wegen. Furchen und Löcher wurden fachgerecht ausgebessert. "Jetzt sieht alles wieder wie neu aus." Hinlangen war genauso an der Grünanlage im Zugangsbereich gefragt.

Enorm hoch fiel der Zeitaufwand für die Mäharbeiten aus. Die Camper nahmen sich, und das wiederholt, sämtliche öffentlichen Rasenflächen vor. Es war ein mühsames Unterfangen, das Alfons Riedl vom nahe gelegenen Rumpelbach erleichterte. Er stellte seinen leistungsstarken Aufsitzmäher zur Verfügung. Was hinter dem Engagement steckt, es imponierte schon in den vergangenen Jahren, erläuterte Markelstorfer: "Uns liegt der Platz am Herzen. Für viele unserer Mitglieder ist der Gaisweiher seit Jahrzehnten zur zweiten Heimat geworden."

Offenes Ohr


Ein Kompliment galt nicht nur den helfenden Vereinsmitgliedern. Bei Tanja Schwanitz und Erich Bachmeier vom Kommunalservice finde man immer ein offenes Ohr. Das Kommunalunternehmen der Gemeinde betreibt den Platz seit Januar: "Wir unterstützen die Arbeit und die Mühen, um den Wohlfühlcharakter für den Platz zu erhalten." Gemeint war damit allerdings nicht nur der laufende Betrieb.

Bürgermeister Thomas Meiler ließ den Blick nach vorne schweifen. Seit Monaten laufen die Vorbereitungen und Detailplanungen für die "Revitalisierung der Freizeitanlage Gaisweiher", so die offizielle Bezeichnung für laufende Zuschussanträge. Sie belaufen sich auf 2,3 Millionen Euro, die als Investition in das Gelände fließen sollen. Ein Förderbescheid steht noch aus, die weiteren Zusagen liegen bereits vor. Im Fokus steht zunächst das Hauptgebäude: "Wir hoffen, die Sanierung noch heuer zu schaffen."

Wichtig wäre dies nicht zuletzt im Hinblick auf die gastronomischen Aspekte: "Derzeit läuft ein Bistro-Betrieb, unter anderem mit deutschen und kanadischen Schmankerln. Eine erweiterte Speisekarte mit Angeboten aus beiden Ländern könnte es bereits ab Dezember geben." Weiter geht es im kommenden Jahr mit einem neuen Jugendzeltplatz, mit der Sanierung und Erweiterung des mittleren Sanitärgebäudes und mit einer Erlebnislandschaft für den Badebereich.

Meiler sparte bei dem Treffen nicht mit Lob für die Campingfreunde: "Sie zeigen mit ihrem Engagement, dass es nur gemeinsam geht. Wir werden uns um ein zeitgemäßes Niveau der Anlage kümmern. Allerdings brauchen wir auch Verständnis und Unterstützung. Der Verein führt mit den Arbeiten zudem deutlich vor Augen, wie sehr ihm der Gaisweiher am Herzen liegt. Das macht Mut."

Millionen gegen den Zahn der ZeitDie Geschichte des Gaisweihers reicht viele Jahrzehnte zurück. Der Bogen spannt sich vom Badesee bis hin zum "wilden Zelten". In geregelte Bahnen kam all das zu Beginn der 70er-Jahre mit dem Bau des Campingplatzes. Der Zahn der Zeit nagte an den Einrichtungen und das soll mit der 2,3-Millionen-Sanierung korrigiert werden. Trotz des inzwischen etwas angestaubten Komforts, der Gaisweiher ist dennoch nach wie vor gefragt. Das bestätigte Tanja Schwanitz vom Betreiber, dem Kommunalservice Flossenbürg: "Im Mai kamen nur wenige Kurzzeitcamper nach Flossenbürg. Das war bei der schlechten Witterung aber auch kein Wunder." Ab Juni wandelte sich das Bild. Der Gaisweiher ist durchaus gefragt. Eine Saisonbilanz gebe es zwar noch nicht, die Resonanz lasse sich aber als gut einstufen. (nm)
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