Picknick am Mittelpunkt
Paneuropa-Union stimmt in Hildweinsreuth nachdenklich – Europa ist mehr als Geld und Wirtschaft

Spätsommer-Impressionen am Mittelpunkt Mitteleuropas: Beifall für seine paneuropäischen Gedanken galten dem Manteler Bürgermeister und stellvertretendem Paneuropa-Kreisvorsitzenden Stephan Oetzinger (rechts). Bild: nm
Vermischtes
Flossenbürg
29.09.2016
64
0

Die Europäische Union nicht allein auf wirtschaftliche und finanzielle Aspekte zu beschränken. Darum geht es dem Kreisverband der Paneuropa-Union. Die Gemeinschaft hat zum Mittelpunkt-Picknick geladen und serviert europäische Gedanken.

(nm) Mit dem Mittelpunkt Mitteleuropas beim Ortsteil Hildweinsreuth hatte die Gemeinschaft eine symbolträchtige Stelle für den Frühschoppen unter freiem Himmel gewählt. Die Paneuropäer schoben tatkräftig an, als es 1985 darum ging, den markanten Punkt in Form einer Granitscheibe zu verewigen und mitzufinanzieren, damals mit der Kunstwährung ECU. Birgit Trottmann erläuterte den Gästen, unter ihnen Bürgermeister Thomas Meiler und seine Amtskollegen Johann Maurer und Josef Beimler, die Beweggründe für die Zusammenkunft: "Die Paneuropa-Union bleibt nicht stumm wenn es um den Staatenbund geht."

Stellung stärken


Stephan Oetzinger, Bürgermeister in Mantel und mit Trottmann stellvertretender Vorsitzender, fasste seine Gedanken in die Worte: "Bei der Mittelpunkt-Einweihungsfeier konnte sich niemand vorstellen, dass vier Jahre später der wenige Kilometer entfernte Eiserne Vorhang verschwindet. Damals war hier die Welt zu Ende."

Oetzinger forderte auf, sich an die damalige Entwicklung zu erinnern: "Wirtschaft und Finanzen sind wichtige, aber nicht einzige Themen. Wer Frieden und Sicherheit außen vor lässt, spielt den Populisten in die Karten." Es sei richtig, dem Bürokratismus entgegenzutreten. Das funktioniere allerdings nicht, wenn man Abgeordnetenbefugnisse beschneidet: "Die Stellung der Europaparlamentarier muss gestärkt werden."

Fairness brauche es beim Umgang miteinander: "Und da können wir uns auch selbst an die Nase fassen." Als Beispiel nannte Oetzinger das Thema Flüchtlinge. Es dürfe nicht nur um Zahlen und die Sicherung der Außengrenzen gehen. "Wenn Menschen ihre Heimat verlassen, liegt das zum Teil an einer falschen Entwicklungspolitik. Wer Zuhause eine Perspektive hat, will nicht weg."

Hymne und Häppchen


Einen guten Ansatz dazu, europäische Themen öffentlich zu machen, brachte der Sonntag. Nach dem offiziellen Teil nutzten die Gäste die Gelegenheit zu Gesprächen. Musikalisches steuerte die "Blaskapell'n Flossenbürg" bei. Unter der Leitung von Franz Völkl ließ sie unter anderem die Europahymne hören. Um das leibliche Wohl kümmerten sich Franz Rosner und Daniel Gonsior.
Weitere Beiträge zu den Themen: Paneuropa-Union (3)Mittelpunkt Mitteleuropas (2)
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.