Sikahirsch nicht willkommen
Forstleute sehen Gefahr für die Tannen

Der Sikahirsch wird häufig mit Damwild verwechselt. Entlang des Grenzkamms nimmt sein Vorkommen derart stark zu, dass die Untere Jagdbehörde die Abschusszeiten verlängert. Bild: Gebhardt
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Flossenbürg
16.09.2016
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Der vierbeinige, bis zu 80 Kilogramm schwere Zuwanderer kommt aus dem Osten: Der Sikahirsch ist als hervorragendes Wildbret zwar auf dem Tisch willkommen, jedoch nicht in Wald und Flur der Oberpfalz. "Der Sikahirsch schält wie verrückt und macht vor allem die Tannen kaputt", klagt Stefan Bösl, Betriebsleiter der Bayerischen Staatsforsten in Flossenbürg. Einst von westböhmischen Adeligen als leichte Jagdbeute in Gehegen gehalten, sickert die oft mit Damwild verwechselte Hirschart über die offene Grenze vermehrt in den östlichen Landkreis Neustadt ein.

Entlang des Grenzkamms erlegten die Staatsforsten 2015 rund 170 Exemplare des ursprünglich aus Asien stammenden Hirsches. Um der Plage Herr zu werden, verlängerte die Untere Jagdbehörde am Landratsamt sogar die Abschusszeiten. Als sogenanntes Neozoon stuft das Bundesamt für Naturschutz den Sikahirsch als "potenziell invasive Art" ein.
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