SPD-Politikerin aus Berlin besucht Gedenkstein
Alle müssen mithelfen

Die Bundestagsabgeordnete Eva Högl schweigt am Gedenkstein der SPD mit Gedenkstätten-Leiter Jörg Skriebeleit und Politiker Uli Grötsch. Bild: blu
Vermischtes
Flossenbürg
16.06.2016
50
0

Vor drei Jahren stand der Stein noch woanders. Da war Bundestagsabgeordnete Eva Högl zum letzten Mal zu Gast im der KZ-Gedenkstätte. Doch den neuen Standort des SPD-Gedenkmals finden sie und ihr Kollege Uli Grötsch mehr als angemessen. "Der Stein hat nie besser gestanden", bestätigt auch Gedenkstätten-Leiter Jörg Skriebeleit. Er verweist auf die Inschrift auf den drei Seiten des Steines, nachdem die Sozialdemokraten einen Kranz davor niederlegt haben.

"An so einem Ort wird einem wieder bewusst, dass Demokratie erarbeitet werden muss", bemerkt Högl im Tal des Todes. "Sie lebt davon, dass alle mithelfen." Die Hauptstädterin mit dem Wahlkreis Berlin-Mitte gibt zu, dass sie auch heute einen regelrechten Hass auf Demokratie beobachte. Antidemokratische Kräfte gebe es natürlich auch in der linksextremen Szene. Doch vor allem die rechtsextremistischen und -populistischen Tendenzen machten ihr Sorgen. AfD und NPD träten gegen diejenigen Werte ein, die auf der Inschrift des SPD-Gedenksteins prangen: Menschenwürde, Freiheit und Gerechtigkeit. Auch der Fokus auf die nationalen Interessen und die rechtsextremen Strömungen in vielen der 28 Mitgliedstaaten der EU - sei es in Ungarn, Polen, Frankreich oder Schweden - kritisiert die Juristin, die über europäisches Arbeits- und Sozialrecht promovierte. "Die wollen Europa kaputtmachen."

Grötsch erzählt, er kehre immer wieder an diesen Ort zurück. "Wir von der SPD kommen hierher, um uns unserer selbst zu vergewissern, sagte Jörg Skriebeleit einmal", erzählt er und lobt die treffenden Worte.
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.