Tag der offenen Kirchentür
Keine Spur von der Kirchenmaus

Schätze am Dachboden der Pankratiuskirche entdecken, die Chance bot sich am Sonntag beim der offenen Kirche. Bild: nm
Vermischtes
Flossenbürg
23.09.2016
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Alle Türen blieben unversperrt, zumindest einen Nachmittag lang. Beim "Tag der offenen Kirche" durften sich die Besucher dort umsehen, wo sonst nur wenige Leute hinkommen. Das reichte vom Kirchturm bis hin zum Blick in das Innere der Orgel.

(nm) Es wurden, auch wenn sich wegen der nass-kalten Witterung der Andrang am Sonntag in Grenzen hielt, spannende Stunden. Pfarrer Georg Gierl, die Mitarbeiter der Pfarrei und das Pfarrforum hatten die Veranstaltung vorbereitet. Sie standen zudem für Auskünfte, Erläuterungen und Gespräche zur Verfügung.

Alle Fragen ließen sich nicht beantworten. "Wo hat sich die Kirchenmaus versteckt", das wusste niemand. Gierl schmunzelte: "Ich hab sie noch nicht gesehen. Wenn es sie überhaupt gibt, dann kann sie nur am Dachboden der Kirche sein." Da war sie nicht zu entdecken, zumal sie dort mangels Angebot verhungern müsste. Entdecken ließen sich Holzteile und Schnitzereien, die früher im Gotteshaus zu finden waren.

Es ging aber auch noch ein gutes Stück höher hinauf, bis zu den Glocken. Pünktlich jede Viertelstunde erschreckten die mit ihrem Schlag die Gäste. Viel zu erfahren gab es in der Sakristei. Es war erstaunlich, wie Doris Zahn Gewänder, Bücher und vieles mehr auf engstem Raum verstaut. Hinter die Kulissen der Orgel ließ auf der Empore Barbara Birkner blicken. Sie erzählte von den Eigenschaften der Königin der Instrumente. Die geöffneten Abdeckungen führten anschaulich die Funktionsweise vor Augen.

Nach einem Abstecher in den Lagerraum am Pfarrhof waren die Räume des Käferclubs abschließendes Ziel. Die Spielsachen interessierten allerdings nur am Rande. Das Pfarrforum lud ein, sich bei einer Tasse Kaffee aufzuwärmen, am Kuchentisch auszuwählen und bei einem Plausch gesellig beisammen zu sitzen. Ursprünglich hätte die "schlüssellose Aktion" bereits im vergangenen Jahr stattfinden sollen. 2015 feierte die katholische Pfarrei den 100. Jahrestag des Kirchenbaus. Ein überquellender Terminkalender ließ aber keine Zeit mehr, das Gotteshaus einmal komplett aufzusperren.
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