Bockbierfest der Freihunger CSU
Ortsverband übt mit Eimer und Rute für Rathaus-Übernahme

Süffisante Schelte verteilten Jürgen Grundler und Christoph Uwer (von links) zu lokalen Themen. Bild: bk
Freizeit
Freihung
23.02.2016
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Volles Gemeindezentrum auch bei der 21. Auflage des CSU-Bockbierfestes: Zünftige Musik und unterhaltsames Derblecken sorgten für Kurzweil.

Freihung. (bk) Kein Tropfen ging daneben, als Bundestagsabgeordneter Alois Karl das erste Fass mit zwei Schlägen anzapfte. "Sauguad schmeckt's wieda, dös dunkle Manna", war sich die vielköpfige Politprominenz einig, die Vorsitzende Erika Urban begrüßte.

D'Haflinger warteten mit bodenständiger Musik ohne Strom auf und strapazierten mit Witzen die Lachmuskeln der Besucher aus allen Teilen der Großgemeinde. Den Höhepunkt stellte der mit Spannung erwartete Auftritt von "Di zwoar ganz Gscheidn" dar. Jürgen Grundler und Christoph Uwer beschäftigten sich eine Stunde lang mit Freihunger Interna und ließen sich mit spitzzüngigen Boshaftigkeiten auch in Liedform über so manche misslichen Umstände aus.

Ständig bei "Kaiser Karl"


Ihr Fett bekam unter anderem CSU-Chefin Urban weg. Sie sei eine starke Frau und fähig, aber nie da, ständig bei "Kaiser Karl" (MdB Alois Karl) in Berlin. "Und ich glaub', die will noch stärker werden, dann wird Freihung von Berlin aus regiert", prophezeite Grundler. Nach Urbans Hair-Styling meinte Frauenversteher und SPD-Rat Uwe König gar: "Du schaust aus wie Cleopatra." Mit dem CSU-Übungseimer für die Kommunalwahl in vier Jahren und einer Angelrute, mit der man des Rathaus-Chefs habhaft werden will, erschien Christoph Uwer. "Wer immer glaubt, Norbert Bücherl kann sich nicht positionieren, der hat sich ja etwas verrechnet, besonders die Sparkasse. Als die ihr Büdchen zumachten, hat er Dampf abgelassen und alle Konten des Marktes geschlossen bis auf das der Reservisten. Seitdem schreibt die Bank wieder schwarze Zahlen", wusste Uwer.

Er hege jedoch die Hoffnung, dass die Sparkasse ihre Entscheidung revidiere: "Spätestens dann, wenn der erste Rentner mit seinem Gehwagerl auf der Straße nach Vilseck erfroren ist, weil er zu einem Beratungstermin wollte." Uwers Trinkspruch: "Bürgermeister kommen und gehen, aber die CSU, die wird bestehen." Die 600-Jahr-Feier von Elbart gebe es eigentlich nur, um die Unabhängigkeit zu verkünden und den Freistaat Elbart auszurufen, meinte Uwer. "Die Glückauf-Straße haben sie aus diesem Grund schon geteert." Die Grenze Elbarts beginne dann hinter dem Glaser-Wirt.

Der Freistaat Elbart


Das Problem dabei heiße Seugast, das eigentlich zu Elbart gehöre. "Aber wenn man die dortigen Clans anschaut und die Anhäufung von Macht und Vermögen, dann versteht man, warum Donald Trump ausgerechnet deutsche Wurzeln in Seugast hat. Elbart macht Werbung als Rentner-Paradies, die Amis können Miami vergessen." Uwer kündigte Hartmut Schendzielorz als Ministerpräsidenten des Freistaats Elbart an und verteilte auch die anderen Posten an Günther Preuss, Alois Dalles, Georg Fritsche, Georg Tafelmeier, Josef und Anneliese Kohl.

Über Freihung sei eine Filmproduktion im Gespräch, die Ausstrahlung auch im arabischen Raum geplant. Dabei fänden Aufnahmen über die Bleibeschaffenheit der Heimaterde, ein Probeschnupfen von "Gut Pris", der Marktgemeinderat unter dem Titel "Hannibal Hector und das Schweigen der Lämmer" sowie den Schützenverein Seugast und die dort nun waltenden Frauenpower Berücksichtigung. Hinzu komme ein Portrait des "Gourmet-Restaurants" am Sauranger, wo Uwe König seinen Jungbrunnen entdeckt habe.
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