Kuriose Geschichten aus Minga
Vergnüglicher Kabarettabend mit Stefan Kröll in der Kulturscheune Elbart

Stefan Kröll nahm in der Kulturscheune Elbart gekonnt die Schwächen der Münchener aufs Korn. Bild: prö
Kultur
Freihung
16.02.2016
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Von Erwin Prösl

Freihung. Wer glaubt, München schon zu kennen, wurde am Samstag in der Kulturscheune Elbart eines Besseren belehrt. Stefan Kröll, ein spitzbübischer Kabarettist aus dem bayerischen Oberland, nimmt seine Zuhörer mit auf eine spannende Reise durch die Landeshauptstadt. Mit komödiantischem Geschick und messerscharfem Blick auf Land und Leute wagt sich der gelernte Schreinermeister mit eigenem Planungsbüro für Innenausbau in die Untiefen der Millionen-Metropole.

Preißn und Zugroaste


Dabei fasziniert er mit fesselnden und kuriosen Geschichten aus der Historie Münchens, beschreibt den ganz normalen Wahnsinn des Großstadt-Alltags, lobt die Migrationsbereitschaft der Münchner, die schon seit Jahrzehnten Tausende von Preißn integrierten, macht deutlich, wie man Zugroaste von Einheimischen unterscheiden kann, berichtet von seinen Erfahrungen in der U-Bahn und erzählt von seinen Beobachtungen vor den geheimnisvollen Fahrkartenautomaten. Die von ihm selbst gestellte Frage, warum man vor dem 60er-Stadion nur 50 fahren darf, wird leider auch von ihm nicht beantwortet.

Dennoch muss man dem schon auf den ersten Blick sympathischen Kabarettisten bescheinigen, dass er mit unverhohlener Schadensfreude und messerscharfem Blick gekonnt die Schwächen der Münchener aufs Korn nimmt und geschickt den Finger in die Wunde der sich gern selbst überschätzenden Stadt legt.

Natürlicher Charme


Trotz aller Frotzelei über die Weltstadt mit Herz ist am Ende klar: Sein Herz schlägt für Munich, Monaco, oder Minga. Obgleich erst seit wenigen Jahren als Kabarettist unterwegs, überzeugt er mit natürlichem Charme, messerscharfem Verstand, einer ordentlichen Portion Humor und treffsicheren Pointen. Ein vergnüglicher Abend, wie die Zuhörer befinden, die entsprechend Applaus spenden.
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