Theatergruppe Freihung führt Stück "Der verkaufte Großvater" auf
Ausgekochtes Schlitzohr

Die Freihunger Theatergruppe begeisterte mit der bayerischen Komödie "Der verkaufte Großvater". Bild: prö
Kultur
Freihung
14.04.2016
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Es gab viel zu lachen und zu schmunzeln beim Stück "Der verkaufte Großvater", das die Freihunger Theatergruppe im Gemeindezentrum aufführte. Vor zahlreichen Zuschauern bewiesen die Laiendarsteller, dass gutes Theater nicht nur von großen Bühnen präsentiert werden kann.

Ein volles Haus, langanhaltender Beifall am Ende und immer wieder Szenenapplaus während der Vorstellung waren der Lohn für die Arbeit und Mühen, die Regisseurin Maria Schendzielorz und ihr Team seit gut einem Vierteljahr auf sich genommen haben.

Der Schwank spielt sich auf dem Hof des armen Kreithofbauern (gespielt von Hubert Kohl) ab, auf dessen Hof der schlitzohrige Großvater (Bernd Lehner) lebt. Dessen Verpflegung kostet den Bauern viel Geld. Der Alte dankt es ihm aber nur mit Schabernack, so dass sogar die Magd Zenz (Karin Schulz) ihren Dienst aufkündigt. In seiner finanziellen Not sähe es der Kreithofbauer gern, wenn sein Sohn Lois (Patrik Götz) die Tochter Ev vom reichen Haslinger (Lisa Kreuz) heiraten würde.

Überraschend kommt der Haslinger (Bernhard Biller) zu Besuch zum Kreithofer und erklärt, dass er auch gern einen Großvater hätte. Den kann ihm der Kreithofer für 1000 Mark verkaufen. Bald aber stellt sich heraus, dass der Haslinger nicht aus Nächstenliebe handelt, sondern es auf das angebliche Erbe des Großvaters abgesehen hat.

Doch der Haslinger hat die Rechnung ohne den Großvater gemacht. Der Alte durchschaut das Spiel, nutzt nach Strich und Faden die Habgier des Haslingers aus und lässt sich von ihm und dessen Frau Nanni (Maria Friedrich) verwöhnen. Auch will er aus dem Lois, der den Knecht Martl (Werner Luber) auf dem Haslingerhof vertritt, und der Ev ein Paar machen. Als jedoch ein Brief auftaucht, aus dem hervorgeht, dass der Großvater gar keine Häuser besitzt, schlägt die Stimmung bei den Haslingers schlagartig um und Großvaters schönes Leben endet jäh.

Ausgekocht, wie der Haslinger ist, schafft er es, dass der Kreithofer den Großvater zurückkauft - mit Gewinn versteht sich. Er hat sich jedoch zu früh gefreut, denn der Alte erweist sich als noch größerer Spitzbube: Er hat die ganze Gaudi von Anfang an inszeniert und besitzt tatsächlich zwei Häuser. Am Ende bekommt der Lois seine Ev, der Kreithofer steht ohne Schulden da, und nur der Haslinger hat das Nachsehen.

Erika Urban fungierte als Souffleuse, das Bühnenbild gestalteten Wolfgang Harrer, Ludwig Kohl, Werner Luber und Irmgard Harrer, für die Maske waren Lisa und Renate Kreuz zuständig, für Licht und Tontechnik Alfons Friedrich und Oskar Götz. Weitere Aufführung sind morgen um 20 Uhr, am Samstag, 16. April, um 20 Uhr und am Sonntag, 17. April, um 19 Uhr. Karten gibt es im Vorverkauf im Getränkemarkt Lühr.
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