Altehrwürdig-getragene Stücke fetzig interpretiert
Swingende Klassiker

Hildegard Pohl (am Flügel) und Schlagzeuger Yogo Pausch haben es nicht so mit Ehrfurcht vor weltberühmten Stücken der Klassik. Bild: prö
Lokales
Freihung
16.10.2014
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(prö) Schon der Titel weckte Neugierde. "Swing Klassik Swing" stand im Veranstaltungskalender der Kulturscheune Elbart und viele fragten sich: Geht das denn überhaupt, Swing und Klassik? Ja, denn der Name dieses Abends war Programm.

Doch zunächst begann das Konzert ganz klassisch mit Edward Elgars Marsch "Pomp and Circumstance". Frei nach dem Motto "Mit Bach fang an, mit Bach hör auf, das ist der schönste Lebenslauf" ging es erst einmal feierlich getragen mit einer Fuge weiter. Doch die geriet dann schnell aus den Fugen, als immer mehr Stilelemente des Swing das Kommando übernahmen.

Gleich darauf erklang "Pour Elise", eines der bekanntesten Werke Ludwig van Beethovens. Kaum war die Melodie erkannt, da begannen bereits die Noten zu tanzen und sorgten für eine beswingte Fortsetzung des durch Richard Clayderman populär gewordenen Klavierstücks.

Und so ging es Schlag auf Schlag weiter. Bewundernswert, wie Hildegard Pohl - auch "wilde Hilde" genannt - ihre elastischen Finger brillant über die Tasten ihres Flügels bewegte und mit stilübergreifenden Improvisationen die Klassik zum Swingen brachte. Nicht weniger beeindruckend ihr angetrauter Partner, Yogo Pausch, ein ideenreicher Schlagzeuger bis verspielter Percussion-Interpret.

Am Samstag, 18. Oktober, steht "Goethes ungeliebter Engel" auf dem Programm (www.kulturscheune-elbart.de).
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