Biber besorgt den Artenschutz

Lokales
Freihung
09.10.2015
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"Wo der Biber wirkt, explodiert die Artenvielfalt." Diesen Schluss zog am Donnerstag Richard Mergner, der Landesbeauftragte des Bundes Naturschutz, aus den Forschungsergebnissen, die Uli Meßlinger bei Freihung (Kreis Amberg-Sulzbach) präsentierte. Der Biologe untersucht seit 1999 Biberreviere und hat festgestellt: Die Dämme der unermüdlichen Nager schaffen Wasserlandschaften, in denen plötzlich Eisvögel, Schwarzstörche, Wasserrallen oder Grasfrösche auftauchen. Bei den 19 Amphibienarten in Deutschland sei für 18 nachgewiesen, dass sie sich in Biberrevieren gut vermehren. "Wenn der Biber einen Damm baut, sind sofort die Libellen da", beschrieb Meßlinger einen weiteren Effekt. Das Totholz sei ein lange vermisster Lebensraum für Insekten: "Da tauchen Arten wieder auf, an die man gar nicht mehr dachte." Das ziehe Spechte an, was wiederum die Ansiedlung von Höhlenbrütern fördere. Nach Meßlingers Daten verdoppelt sich in Biberrevieren die Anzahl der dort lebenden Tierarten.
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