Bröckel-Brücken kosten Geld

Lokales
Freihung
30.09.2015
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Es kann los gehen. Das Amt für Ländliche Entwicklung gab seine Zustimmung für die Einleitung der Einfachen Dorferneuerung in Großschönbrunn. Geld muss die Gemeinde für marode Brücken in die Hand nehmen. Wie sich die Kosten verteilen, erfuhren die Räte in der Marktratsitzung.

(prö) "Vom Amt für Ländliche Entwicklung ist nunmehr die Dorferneuerung Großschönbrunn 3 eingeleitet worden", teilte Bürgermeister Norbert Bücherl mit. Das Vorhaben wird nun in den Finanzplan des Amtes aufgenommen und eine Förderung in Aussicht gestellt. Als Summe wird ein Höchstbetrag von 405 000 Euro festgesetzt. "Sämtliche Arbeiten - soweit diese vom Amt für Ländliche Entwicklung gefördert werden sollen - sind bis spätestens Ende 2018 abzuschließen", informierte Bücherl weiter.

Nun ging es um das Ergebnis der Untersuchungen der gemeindlichen Brückenbauwerke durch die Ingenieur-GmbH K+U-Plan aus Wunsiedel. Nötig sind somit kurzfristige, mittelfristige und langfristige Maßnahmen. In den nächsten Jahren muss die Gemeinde insgesamt Kosten in Höhe von 382 000 Euro schultern, errechneten die Experten. Das Ingenieurbüro stellte fest, dass bei der Brücke über den Schwadermühlbach schnell gehandelt werden müsse, geschätzte Kosten: 75 000 Euro. Die Brücke über die Bahnlinie in Thansüß ist mittelfristig instandzusetzen (Kosten: 18 500 Euro), ebenfalls die Brücke über die Vils in Weickenricht (120 000 Euro). Langfristig instandzusetzen ist der Durchlass für den Ringelmühlbach und die Brücke bei der Böckelmühle (Kosten: 19 200 Euro). Der Marktgemeinderat wird diese Arbeiten in einer der nächsten Sitzungen beschließen.

Zehn Meter hoher Mast

Ein weiteres Thema war der Antrag der Firma Jobst um Zustimmung für die Standorte der Masten in den Ortsteilen Großschönbrunn, Seugast, Tanzfleck und Thansüß, die für den Ausbau des Breitbandnetzes erforderlich sind. Dafür müsse in unmittelbarer Nähe des Kabelverzweigers der Telekom gegraben werden, erklärte der Geschäftsleiter des Marktes, Max Heindl. Neben einem weiteren Outdoorgehäuse wird ein maximal zehn Meter hoher Mast zur Aufnahme der Richtfunkantenne nötig. Nach reger Diskussion über die festgelegten Standorte möchte das Gremium das Vorhaben mit der Firma Jobst und dem Bauausschuss nochmal durchsprechen. Die Platzierung der Outdoorgehäuse ist auch noch verkehrstechnisch zu prüfen, erklärte der Bürgermeister.

In den Haushaltsjahren 2016/17 sollen, vorausgesetzt Geld ist da, für die Feuerwehr Freihung ein Hilfsleistungs-Löschgruppenfahrzeug (HLF 20, Gesamtkosten 416 000 Euro) und für die Feuerwehr Großschönbrunn ein Tragkraftspritzenfahrzeug (TSF), vorläufige Gesamtkosten 95 000 Euro, beschafft werden. Zuschussanträge sollen an die Regierung der Oberpfalz gehen.

Für das HLF 20 wurde durch die Gemeinde bereits in Kooperation mit der Stadt Hirschau ein Antrag gestellt. Die Regierung hat 136 900 Euro in Aussicht gestellt. Das Gremium ist der Meinung, dass die Einsatzbereitschaft der gemeindlichen Feuerwehren auf Dauer nur mehr bedingt erfüllbar sei. Dem bereits eingereichten Antrag für das Fahrzeug HLF 20 für die Freihunger Wehr wurde nachträglich zugestimmt. Den Antrag für das Fahrzeug TSF für die Feuerwehr Großschönbrunn winkten die Räte ebenfalls ab. Außerdem bekommen die vier Ortsfeuerwehren 12 410 Euro für neue Ausrüstung.

Kosten des Gerätehauses

Kämmerer Max Heindl informierte über die Gesamtkosten des neuen Feuerwehrgerätehauses Freihung. Diese - Stand Juni - betrugen 1 227 508 Euro. Bereits getilgt wurden 320 000 Euro. An Zinsen und Finanzierungskosten wurden bisher vom Markt Freihung 35 415 Euro bereitgestellt. Der Marktrat möchte die Maßnahme noch im September abschließen. Nachträglich genehmigte das Gremium 9838 Euro für Kanalbauarbeiten in Weickenricht sowie 19 232 Euro für Straßenausbesserungen im gesamten Gemeindegebiet.
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