CSU "jünger und weiblicher"

Über 130 Delegierte aus den CSU-Ortsverbänden des Landkreises waren im Freihunger Gemeindezentrum zusammengekommen, um ihren Kreisvorstand neu zu wählen. An dessen Spitze blieb Dr. Harald Schwartz (am Rednerpult), der den Kreisverband seit 2003 führt. Neu in der Riege der Stellvertreter ist Klaus Hafner (Königstein). Bild: gf
Lokales
Freihung
13.05.2015
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Dank klarer Wahlergebnisse hätte am Dienstag bei der Kreisvertreterversammlung der CSU die Stimmung gar nicht besser sein können - wenn da nicht das Spiel der Champions-League mit dem Ausscheiden der Bayern über die Leinwand geflimmert wäre.

Für die CSU im Landkreis konnte deren Vorsitzender Dr. Harald Schwartz dagegen von einer Erfolgsgeschichte sprechen. Ein Selbstläufer sei das allerdings auch nicht, betonte er, sondern der Arbeit in den Ortsverbänden und den Arbeitskreisen zu verdanken.

Jünger sei die CSU geworden und weiblicher. Bei den Mitgliederzahlen habe man auf 2138 zugelegt (darunter 347 Frauen). Bei den Neumitgliedern stehe Kümmersbruck mit 11 an der Spitze. Gegen den allgemein beklagten Trend der Politikverdrossenheit habe die CSU im Landkreis alleine in den ersten drei Monaten dieses Jahres schon wieder 40 neue Parteimitglieder aufnehmen können. Dem attraktiven Veranstaltungsangebot rechne er das zu, sagte Schwartz. Über 60 Veranstaltungen im politischen März hinterließen Spuren.

Dieser Erfolgskurs müsse aufrechterhalten werden, sagte Schwartz, dafür hätten Frauen-Union, Junge Union und die anderen Arbeitskreise ihre leidenschaftlichen Vorsitzenden und Mitstreiter. Ihrem Engagement sei es auch zu verdanken, dass seit der Kommunalwahl in 16 von 27 Gemeinden ein CSU-Bürgermeister das Sagen habe. Bei den noch nicht von der CSU eroberten Bürgermeistersesseln hätten die CSU-Bewerber kräftig am Lack der alteingesessenen Amtsinhaber gekratzt.

Rücklagen für die nächsten Wahlen seien möglich, meinte Schatzmeister Alois Schwanzl, denn trotz Ausgaben für 2014 von rund 175 000 Euro sei der Kontostand schon wieder auf über 40 000 Euro angewachsen. Zügig und wohl auch beeinflusst vom anstehenden Bayernspiel zog Stefan Braun mit seinen JU-Helfern die Wahlen durch, deren Ergebnis bei 131 Stimmberechtigten mit wenigen Ausnahmen eine Zustimmung von 100 Prozent erbrachte.

Die Vorsitzende des CSU-Ortsverbands Freihung, Erika Urban, berichtete, dass die Gemeinde gut 2500 Einwohner habe. Dazu kämen 300 Amerikaner, aber auch 80 Asylbewerber, 50 alleine in Tanzfleck. Landrat Richard Reisinger sprach bei mehr als 500 Asylbewerbern von einer "großen Herausforderung für den Landkreis". Keine Angst habe er vor Überfremdung, aber kleinere Orte seien sicher nicht geeignet, dort Asylbewerber in großer Zahl in Gemeinschaftsunterkünften unterzubringen.

Aus Sicht der Bundestagsabgeordneten Barbara Lanzinger steht die Landkreis-CSU gut da. Wenn sie in Berlin das Abstimmungsverhalten einiger Abgeordneter des Koalitionspartners anschaue, dann schnappe ihr "das Messer in der Tasche auf". Die Elektrifizierung der Bahntrasse von Nürnberg nach Schwandorf sei im Bundesverkehrswegeplan enthalten und werde von ihr und Alois Karl nachdrücklich befürwortet.
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