Drei Jahre kam Freihung ohne neue Schulden aus. Das ist nun vorbei. Heuer müssen 700 000 Euro
Ohne Schulden geht's nicht

Lokales
Freihung
22.06.2015
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aufgenommen werden, um dringende Investitionen tätigen zu können.

(prö) Der Marktgemeinderat hat den von 2. Bürgermeister Helmut Klier und Kämmerer Max Heindl vorgelegten Haushalt mit einem Gesamtvolumen von knapp 7,3 Millionen Euro einstimmig gebilligt. Der Verwaltungsetat umfasst 4,3 Millionen Euro, der Vermögenshaushalt weist knapp drei Millionen Euro auf.

Planmäßig werde eine Zuführung zum Vermögenshaushalt von 320 630 Euro erwirtschaftet (ohne Sonderrücklagen). Diese Summe reiche aus, um regulär zu tilgen. Dafür reichten 295 500 Euro. Es verbleibe mit der Investitionspauschale eine freie Finanzspanne von 151 639 Euro. Diese kann laut Heindl zu den Investitionen jedoch nur gering beitragen.

Das Aufkommen der Grundsteuer A und B liegt exakt auf Vorjahresniveau. Der Marktgemeinderat sprach sich gegen eine Anhebung der Hebesätze aus. Bei der Gewerbesteuer kann nach vorsichtigen Schätzungen der Ansatz aus dem Vorjahr gehalten werden. Planmäßig werde mit Einnahmen von 500 000 Euro gerechnet. Wie bereits im vergangenen Jahr aufgeführt, trifft die Gewerbesteuer nur kleinere Teile der Selbstständigen. Einkünfte von Landwirten und Freiberuflern seien nicht gewerbesteuerpflichtig. Von einer Erhöhung der Gewerbesteuer wird im Haushalt abgesehen, da dies laut Heindl einer Gewerbeansiedlung nicht förderlich sei.

Der Haushaltsansatz der Schlüsselzuweisungen könne exakt veranschlagt werden, da der Bescheid des kommunalen Finanzausgleichs bereits vorliegt. Bei den Einnahmen hierfür sei jedoch ein Minus von 500 000 Euro gegenüber dem Vorjahr auf 790 000 Euro zu verzeichnen.

Die Verbindlichkeiten betrugen zu Jahresbeginn 3 665 475 Euro; das entspricht 1426 Euro pro Einwohner. In den vergangenen drei Jahren waren laut Kämmerer keine Darlehensaufnahmen erforderlich. Heuer sei das anders: Wegen dringender Investitionen seien 700 000 Euro neue Schulden vorgesehen. Bis Ende des Haushaltsjahres werde die Pro-Kopf-Verschuldung bei 1584 Euro liegen.
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