Freihung kann sparen und bauen

Im Zuge des integrierten ländlichen Entwicklungskonzepts soll Großschönbrunn von einer sogenannten einfachen Dorferneuerung profitieren. Die Bauarbeiten dafür beginnen laut Bürgermeister Norbert Bücherl voraussichtlich im nächsten Jahr. Bilder: Hartl (2)
Lokales
Freihung
02.06.2015
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"Sparen und nur das Nötigste anschaffen." Diese Devise gab Bürgermeister Norbert Bücherl bei den Bürgerversammlungen in Freihung, Seugast, Tanzfleck, Groß- und Kleinschönbrunn für seine Gemeinde aus.

(prö) Dass der Markt 2014 diesem Ziel erneut nachgekommen ist, wird nach seinen Worten dadurch deutlich, dass in den vergangenen drei Jahren für die Finanzierung der Investitionen keine Kreditaufnahmen notwendig waren. Die Verschuldung der Gemeinde habe planmäßig um etwa 900 000 Euro auf einen Gesamtstand von 3,6 Millionen Euro reduziert werden können, was nur durch Ausgabenstreichungen bzw. -kürzungen, aber auch die zeitlichen Verschiebungen von Maßnahmen möglich gewesen sei.

Die außerhalb des regulären Haushalts finanzierte Erschließung des Baugebiets Sonnenwinkel in Großschönbrunn wurde laut Bücherl 2013 zurückgezahlt. Der Stand der Verbindlichkeiten für den Neubau des Feuerwehrgerätehauses belaufe sich noch auf etwa 900 000 Euro. Für die heuer geplante Verbesserung der Wasserversorgungsanlage in der Glückaufstraße werde die Gemeinde gezwungen sein, die erforderlichen Finanzmittel samt Straßeninstandsetzung per Kreditaufnahme vorzufinanzieren.

Einfache Dorferneuerung

Im Zuge des integrierten ländlichen Entwicklungskonzepts des Amtes für ländliche Entwicklung wurde den neun AOVE-Gemeinden eine bevorzugte Fördermöglichkeit bei der Umsetzung von sogenannten "einfachen Dorferneuerungen" eingeräumt. Im Konzept für Freihung hat das Amt einer solchen Maßnahme für Großschönbrunn zugestimmt. Der Baubeginn ist laut Bücherl für 2016 vorgesehen. Die Bürger dort wollten vor allem wissen, welche Ausgaben auf die Anlieger zukommen. Nach Aussage des Rathauschefs ist der endgültige Kostenrahmen noch nicht festgelegt, weil erst die Beschlussfassung für den Dorferneuerungsplan anstehe. An den förderfähigen Kosten beteilige sich die Behörde nach vorherigem Abzug der KAG-Beiträge mit 53 Prozent.

Die endgültige Entscheidung ist dem Marktgemeinderat sowie dem Amt vorbehalten, betonte Bücherl. Davor werden die Anlieger nach seiner Auskunft über die zu erwarteten Kosten informiert.

Hausmeister für Flüchtlinge

In Tanzfleck wurde auch über die Übergangswohnanlage für Asylbewerber diskutiert, die die Regierung der Oberpfalz eingerichtet hat. Bücherl bedankte sich bei Eva Walter mit ihren Helfern für die ehrenamtliche Initiative "Flüchtlingshilfe Freihung". Nach seiner Auskunft gibt es nun eine Hausmeisterstelle, die dreimal in der Woche mit einem Ansprechpartner der Regierung für die Flüchtlinge geöffnet hat.
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