Gemeinde senkt ihre Zinslast

Lokales
Freihung
03.03.2015
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Für ihr Kommunaldarlehen bezahlte die Marktgemeinde Freihung bis in den Februar einen Jahreszins von 1,7 Prozent. Dann schuldete sie die Verbindlichkeiten von knapp einer Million Euro um und fährt in Zukunft deutlich günstiger.

(prö) Die Umschuldung des Kommunaldarlehens war ein Thema bei der Sitzung des Marktgemeinderats. Weiter befasste sich das Gremium mit dem Auftrag für die Regenerierung des Brunnens und mit dem Einbau der Digitalfunkgeräte in die Fahrzeuge der örtlichen Feuerwehren.

Kämmerer Max Heindl informierte, dass die Zinsfestschreibung des Kommunaldarlehens zum 15. Februar abgelaufen ist. Bei der Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW-Bankengruppe, Frankfurt am Main) habe die Marktgemeinde zuletzt einen Jahreszins von 1,7 Prozent bezahlt.

Aus einer Ausschreibung zur Umschuldung sei die Sparkasse Amberg-Sulzbach mit 0,72 Prozent Zinsen und einer Festschreibung auf zehn Jahren als günstigster Anbieter hervorgegangen. Laufzeiten und Tilgungsintervalle blieben, so wie sie im Haushaltsjahr 2009 festgelegt wurden, erhalten.

Den Stand des Darlehens zum 15. Februar 2015 bezifferte Heindl auf 938 789 Euro. Der Marktgemeinderat stimmte der Umschuldung, die von der Verwaltung bereits abgewickelt wurde, nachträglich zu.

Pumpenleistung gesunken

Nächster Punkt war die Vergabe des Auftrags, den Brunnen III in der Vilsecker Mulde zu regenerieren. Durch den erhöhten Eisengehalt im Wasser sei die Leistung der Pumpe erheblich gesunken, erläuterte Bürgermeister Norbert Bücherl. Eine Ausschreibung habe sich als äußerst schwierig erwiesen, da detaillierte Vorgaben nicht genannt werden könnten.

Nach eingehender Beratung beschloss das Gremium, die Arbeiten durch die Firma Wilo Emu Anlagenbau zum Angebotspreis von 16 178 Euro durchführen zu lassen. Sie hat den Brunnen auch errichtet. Die Regiekosten im Angebot wurden genehmigt.

Den Einbau der Digitalfunkgeräte in die Fahrzeuge der örtlichen Feuerwehren übernimmt die Firma Frey aus Nüdlingen. Sie unterbreitete ein Angebot von 7316 Euro.

Eine Befreiung von den Festsetzungen des Bebauungsplans "Seugast Bruckgasse" hatte Dipl.-Ing. Wolfgang Klieber aus Amberg beantragt. Er plant den Bau von sieben Fertiggaragen. Dem steht nichts im Weg, wenn er einen Mindestabstand zum öffentlichen Gehweg von drei Metern einhält und alle anfallenden Abwässer auf dem Baugrundstück beseitigt werden. Außerdem muss er einen Bauantrag einreichen.

Nachträglich genehmigte der Marktgemeinderat Mehrkosten für Teilsanierungen in der Industriestraße und verschiedene Reparaturmaßnahmen an Gemeindestraßen. Sie beliefen sich auf 6978 Euro. Die Arbeiten führte die Firma Pichl aus.

Gut Ziel modernisiert

Um einen Zuschuss bat der Schützenverein Gut Ziel Seugast, der elektronische Schießstände anschaffen möchte. Die Kosten dafür liegen bei ungefähr 15 000 Euro. Nach ihren Richtlinien fördert die Gemeinde diese Investition mit zehn Prozent der Kosten. Insgesamt bekommen die Vereine 6486 Euro für das Haushaltsjahr 2014.
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