Griechische Verhältnisse

Lokales
Freihung
07.03.2015
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Das Bockbierfest der CSU im Gemeindezentrum war ein Publikumsmagnet. Das lag zum einen an der "Pirker Blechmusi", zum anderen an der kurzweiligen, mit Lokalkolorit gespickten Premiere des "Freing'ner Stammtischgschmaders".

"O'zapft is." Drei Schläge brauchte Ehrenvorsitzender Hartmut Schendzielorz, ehe Hermann Lühr den kastanienbraunen Edelstoff in die Krüge füllte. CSU-Chefin Erika Urban freute sich über viele junge Leute und hieß auch Kreisvorsitzenden MdL Dr. Harald Schwartz, Bürgermeister Norbert Bücherl, seinen Kohlberger Amtsbruder Rudi Götz, Markträte und amerikanische Gäste willkommen. Mit "Grüß Gott ihr Freunde" und "So ein schöner Tag" zündeten die 25 Pirker mit dem Gesangsduo Katrin Ram und Frieder Nößner ein musikalisches Feuerwerk, ohne dass die Unterhaltungen an den Tischen unmöglich wurden.

Der mit Spannung erwartete Auftritt des "Freing'ner Stammtischgschmaders" sorgte für Lachsalven. Das Trio, bestehend aus dem Laienschauspieler-Original Bernd Lehner, Jürgen Grundler und Christoph Uwer, konzentrierte sich nahezu eine Stunde mit Pointen und Witz auf hintergründige Geschehnisse und Kommunalpolitik. Einige Kostproben: Warum gibt's in Seugast keine Windräder? Weil man dann den Lärm von der B 299 nicht mehr hört, die Ernte nur zur Hälfte reif wird und die Frauen auf den Balkonen nicht mehr braun werden.

Die Seugaster möchten Touristen in den Ort locken und deshalb vom Klier-Haus in Riedhof bis zum Schwirzer (Landeplatz) einen Flugplatz bauen. Von dort befördern Shuttlebusse die Besucher zur baufälligen Hütte an der Vilsquelle, die in ein Traumcafè umgewandelt werden soll. Bedauert wurde, dass im Markt "nix mehr lous is": "Den Gesangverein gibt's nimma, an Schützenverein hom's afglöist und Theater spüln's a koins mehr." Letzteres sei der 100-prozentigen Umsetzung der Frauenquote im Vorstand der Freihunger Theatergrupp'n zu verdanken, hieß es. Sein Fett ab bekam auch dritter Bürgermeister Klaus Meissner als "Johannes Hesters der Gemeinde". Freihung habe mit Griechenland vieles gemeinsam: leere Kassen, hohe Schulden, mehr Beamte als Einwohner und der Rathauschef wartet ständig auf Subventionen.

"Und friaha hom ma im Marktrat nu gnampt, heint schüttln mir ner nu an Kopf." Schließlich nahm das Trio Mitglied und Fuhrunternehmer Josef Macke gesanglich auf die Schippe. "Raucht denn der alte Macke-Sepp noch, ja er raucht noch ..."
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