Groß- und Kleinschönbrunn, Seugast, Weickenricht, Tanzfleck, Thansüß und Schickenhof könnten ohne finanzielle Beteiligung der öffentlichen Hand in den nächsten zwölf Monaten an das Breitbandkabel angeschlossen werden. Bei Freihung und Elbart verhält sich das etwa anders.
Masten bis zu zehn Meter hoch

Bürgermeister Norbert Bücherl (links) führte Klaus Siegert als Ortssprecher für Groß- und Kleinschönbrunn in sein Amt ein. Bild: prö
Lokales
Freihung
13.11.2014
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(prö) Das Bayerische Breitbandförderprogramm 2012 bis 2017 stand im Mittelpunkt der Sitzung des Freihunger Marktgemeinderates. Walter Huber von der Breitbandberatung Bayern GmbH aus Neumarkt stellte das Ergebnis der Markterkundung in Freihung und die weitere Vorgehensweise vor.

Bei der Markterkundung wurde erhoben, inwieweit sich private Investoren oder Betreiber von Kommunikationsnetzen finden, die ohne finanzielle Beteiligung der öffentlichen Hand in der Lage sind, zu marktüblichen Bedingungen bedarfsgerechte Breitbanddienste anzubieten.

Die Firma Jobst DSL aus Amberg erklärte laut Huber, die oben genannten Orte ohne finanzielle Beteiligung Dritter in den nächsten zwölf Monaten zu marktüblichen Bedingungen anzuschließen. Die Zuleitungsstrecken zu den Kabelverzweigern der Telekom sollen mit lizenzpflichtigen Richtfunkstrecken realisiert werden. Im ersten Schritt können Bandbreiten bis zu 900 Mbit/s synchron übertragen werden. Pro Kabelverzweiger werden Richtfunkstrecken aufgebaut, wozu kleine Masten mit maximal zehn Metern Höhe errichtet werden. Nach Fertigstellung sollen vorerst zwei Bandbreiten mit und ohne Telefonanschluss angeboten werden.

Aus technischen Gründen

Nachdem die Firma Jobst den Ausbau eigenwirtschaftlich vornehmen würde, stünden für diese Gebiete keine Fördermittel des Freistaats Bayern zur Verfügung. Das Gebiet der Ortschaften Freihung und Elbart kann die Firma Jobst aus technischen Gründen nicht erschließen. Ein Ausbau in Verbindung mit dem Förderprogramm 2012 bis 2017 wäre noch möglich. Nach eingehender Beratung beschloss das Gremium, sich in einer weiteren Sitzung von der Firma Jobst die Technik erläutern zu lassen. Hinzugezogen werden soll auch ein Vertreter des Breitbandzentrums Amberg. Wie mit Freihung und Elbart weiter verfahren wird, soll in der nächsten Marktgemeinderatsitzung entschieden werden.

Prioritätenliste genehmigt

Bezüglich des Ausbaus des landwirtschaftlichen Kernwegenetzes stellte Bürgermeister Norbert Bücherl die mit dem Amt für ländliche Entwicklung und der AOVE ausgearbeitete Prioritätenliste vor. Die Lenkungsgruppe betrachtete die folgenden landwirtschaftlichen Kernwege im Gemeindegebiet Freihung als vordringlich: Ortsumfahrung Großschönbrunn - Gemeindeverbindungsstraße (GVS) Ehenfeld - B 299; GVS Thansüß - Mauerhof; Verbindungsweg Unterer Rofach/Oberer Rofach bis zur GVS Schickenhof; Seugast - Staatsforst Vilseck. Das Gremium stimmte diesem Vorschlag zu und empfahl, die GVS Großschönbrunn - Ölhof mit aufzunehmen.

Auf Vorschlag der Verwaltung wurde Verwaltungsfachangestellter Patrik Horn zum Datenschutzbeauftragten bestellt. Dem Bauantrag von Christian Gebhard aus Großschönbrunn auf Neubau eines Zuchtschweinestalls mit Futter- und Lagerhalle und der Erweiterung des Fahrsilos stimmte das Gremium zu. Bürgermeister Norbert Bücherl führte Klaus Siegert als Ortssprecher von Groß- und Kleinschönbrunn ein. Er hatte bei der Wahl 93 Prozent der Stimmen erhalten.
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