Große Schäden in Seugaster Jagdrevieren - Genossen gegen Aufhebung des Pachtvertrags
Wildsäue außer Rand und Band

Die Jagdgenossenschaft Seugast wählte einen neuen Vorstand (von links): Bürgermeister Norbert Bücherl, Matthias Kohl, Hans Rösch, Uwe König, Hubert Kohl, Vorsitzender Konrad Müller und Markus Klier. Bild: prö
Lokales
Freihung
25.02.2015
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(prö) Eduard Rahn hatte die Aufhebung seines Pachtvertrages beantragt, doch die Seugaster Jagdgenossen lehnten dieses Ansinnen ab. Bei der Jahreshauptversammlung wählten die Mitglieder auch einen neuen Vorstand.

Vorsitzender Konrad Müller widmete sich in seinem Bericht vor allem dem Wegebau. Zur Verbesserung der Trassen habe man für 6000 Euro Schotter angeschafft und eingebaut. Die Gemeinde habe die Maßnahme mit 1500 Euro bezuschusst. Müller dankte in diesem Zusammenhang auch den Helfern. Laut Vorsitzendem trat Kassier Georg Pöllath von seinem Amt zurück. Jagdpächter Eduard Rahn nannte gesundheitliche Probleme als Grund, warum er den Pachtvertrag für den Jagdbogen Ost lösen will. Das Angebot eines neuen Pächters lag bereits vor.

Rahn bezeichnete den Wildbestand in seinem Revier als unverändert. Die Abschussquote sei mit 14 Rehen und 3 Wildschweinen erfüllt worden. Ein nachhaltiges Jagen auf Schwarzwild sei wegen der Ortsnähe äußerst problematisch. Um die Probleme mit den Wildschäden in den Griff zu bekommen, sei vor allem Zugeständnisse seitens der Jagdgenossen erforderlich. Auch im Jagdbogen West wurde, wie Pächter Dr. Gerd Naber vermeldete, die Abschussquote mit 16 Rehen, 4 Stück Rotwild und 8 Stück Schwarzwild erfüllt. Naber bezeichnete das Problem mit dem Schwarzwild als "schwierig und zur Zeit unkontrollierbar".

In der Diskussion lehnten die Jagdgenossen mehrheitlich die Aufhebung des Pachtvertrags mit Eduard Rahn ab, da für eine Neuvergabe der Jagd nur ein Angebot vorlag. Nach Ablauf des Vertrags mit Rahn soll im kommenden Jahr das Revier neu ausgeschrieben und vergeben werden.

Bürgermeister Norbert Bücherl lobte die gute Zusammenarbeit von Jagdgenossenschaft Seugast und Jagdpächtern mit der Marktgemeinde. Die Kommune werde auch weiterhin den Wegebau in den Revieren unterstützen, sicherte er zu.
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