Gstanzlsänger verärgert Bockbierfest-Besucher
Das war's dann

Gaudi ja, Niveaulosigkeiten nein: Der Neumarkter Gstanzlsänger Jörg Bauer war für die Freihunger zu weit unter der Gürtellinie unterwegs, so dass sie ihn drängten, sich seinen weiteren Auftritt lieber zu sparen. Bild: bk
Lokales
Freihung
12.03.2014
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Der Musikantenstadl im Fernsehen war keine Konkurrenz. Die drei CSU-Ortsverbände der Marktgemeinde freuten sich über ein volles Gemeindezentrum bei der 19. Auflage des Bockbierfestes am Samstag. Nicht einmal zwei Schläge benötigte Bürgermeister-Kandidat Jürgen Grundler beim Anzapfen des begehrten ersten Fasses.

"Der is guad" stellte Heidi Wisneth nach dem ersten Schluck vom dunklen, süffigen Naabecker Bock fest. Nach dem Defiliermarsch brachte die Pirker Blechmusi auch gleich Stimmung in den Saal. Bis nach Mitternacht zog die rund 20-köpfige Formation mit ihrem Gesangsduo Katrin Gmeiner/Frieder Nößner alle Register. Von klassischer Blasmusik über Hits von Helene Fischer und Hubert von Goisern und Schlagern der neuen Deutschen Welle bis zur Rockmusik - alles hatte die Band im Programm. Auch das Tanzbein wurde geschwungen. Obwohl genügend lokale Partei- und Mandatsträger-Prominenz vertreten war, blieb der Wahlkampf außen vor.

Als Mitglied der "Gipfelstürmer" und guter Freund der bayerischen Wirtshauskultur stellte sich Gstanzlsänger Jörg Bauer vor. Das von ihm als andächtiges Stück angekündigte Lied "Vogelgezwitscher im Hochgebirge" war ja noch okay. Aber unter dem Titel "Ich hob a mal a Madl ghabt" überschritt der Neumarkter lautstark und gestenreich mit nicht salonfähigen Ausdrücken die Grenze des Vertretbaren. Der Applaus fiel deshalb spärlich aus. "Bauer war auf der falschen Veranstaltung", hieß es bei den Verantwortlichen, und der Gstanzlsänger verzichtete auf einen weiteren Auftritt.
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