Hubert Treml tritt in der Kulturscheune in Elbart auf: Liebeserklärungen können auch zweideutig ...
"Du bist mei Zoigl in der Wüste"

Hubert Treml (rechts) und Franz Schuier unterbreiteten ihrem Publikum in der Kulturscheune Elbart so manche Vorschläge für Liebeserklärungen. Sie selbst machten es vor - mit Musik. Weiter geht es in der Kulturscheune am Samstag, 21. Februar, mit Melodien und Liedern aus Oper, Operette und Musical. Zu Gast ist Peter Pollinger mit Gesangssolisten des Augustinus-Gymnasiums Weiden. Bild: prö
Lokales
Freihung
19.02.2015
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(prö) "Du kannst mi gern hom": Unter diesem Motto bot die Kulturscheune Elbart ein Valentinstag-Special mit Hubert Treml. Der Musikpoet, Entertainer und Wortspieler scheute dabei auch vor etwas zweideutigen Liebeserklärungen nicht zurück.

Der Valentinstag gelte schon immer als Tag der Liebe, sagte Treml. Üblicherweise schenken "die Herrn der Schöpfung" ihren Angebeteten als Ausdruck der Zuneigung Blumen oder Pralinen - ein nonverbales "Ich liebe dich" könnte man sagen. Die Zuhörer erfuhren, wie sich vor allem der Oberpfälzer in Liebesdingen ausdrückt. Der Satz "Du bist mei Zoigl in der Wüste" gehört zweifellos zu den eher ausgefallenen Redewendungen. Schon geläufiger sind da "I mooch di" oder "I löib di". Redefaulen genügt laut Treml in der Regel schon ein einfaches "Passt scho".

Sprachgewandte zeigen ihre Weltoffenheit mit Formulierungen wie "I love you", "Je t'aime" oder "Ti amo". Wie man das zweideutige Motto des unterhaltsamen Abends "Du kannst mi gern hom" zu deuten hat, kommt wohl sehr auf die Situation der jeweiligen Betonung an.

Der Musikpoet, Entertainer und Wortakrobat, der selbst sehr gut Gitarre spielt, wurde von seinem Partner im Duo B.O.S.S., Franz Schuier, am Keyboard und auf der Melodica begleitet. So lernten die Zuhörer nicht nur neue Formulierungen effektiver Liebesbekundungen kennen; auch gesanglich wurden sie bestens unterhalten.

Schnell gelang es den inzwischen weit über die Oberpfalz hinaus bekannten Interpreten, ihr Publikum zu begeistern und für gute Stimmung zu sorgen. Kein Wunder, dass die eher zur Zurückhaltung neigenden Oberpfälzer im Rhythmus der Musik mitklatschten und immer wieder Refrains aus voller Kehle mitsangen. "A schöner Valentinsdooch", wie viele Gäste empfanden, der manchem männlichen Begleiter ersparte, sich Liebeserklärungen auszudenken.
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