Medaillen für Prösl und Bauer

Große Ehre für zwei verdiente Gemeindebürger (von links): 3. Bürgermeister Klaus Meißner, Rosa Bauer, Albert Bauer, Bürgermeister Norbert Bücherl, Heidi Prösl, Erwin Prösl und 2. Bürgermeister Helmut Klier. Bild: gf
Lokales
Freihung
07.01.2015
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Herausragende Verdienste müssen vorliegen, um mit der Verdienstmedaille der Marktgemeinde Freihung ausgezeichnet zu werden. Mit der seltenen Auszeichnung bedankte sich der Gemeinderat nun bei zwei Bürgern.

(gfr) Die Bürgermedaille in Silber geht an den ehemaligen SPD-Gemeinderat und langjährigen AZ-Berichterstatter Erwin Prösl sowie an Albert Bauer, vormaliger CSU-Gemeinderat, dem auch der FC Freihung und die in diesem Verein angesiedelte Wanderabteilung am Herzen lag. Bürgermeister Norbert Bücherl hatte dazu extra eine Sondersitzung des Gemeinderates anberaumt.

40 Jahre im Vereinsrat

Neun Gemeindebürger seien bisher geehrt worden, alle hätten im Gemeinderat oder in Vereinen und Verbänden hervorragende Leistungen zum Wohle der Allgemeinheit erbracht, erklärte Bücherl. Einstimmig sei der Gemeinderat seinem Antrag gefolgt, auch Albert Bauer und Erwin Prösl auszuzeichnen. Bauer sei am 1. Februar 1939 in Freihung zur Welt gekommen, habe nach der Schulzeit Industriekaufmann gelernt und sei 1977 zum Handlungsbevollmächtigten der ortsansässigen Porphyr-Werke ernannt worden. Eine Tätigkeit, die Bauer bis zu seinem Ruhestand im Jahr 2001 ausgeübt habe.

Ausschlaggebend für die Ehrung sei jedoch, dass Albert Bauer über Jahrzehnte soziale und gesellschaftliche Aufgaben in herausragender Weise übernommen habe. Seine politische Heimat sei die CSU gewesen, deren Interessen er über 13 Jahre im Gemeinderat vertreten habe. 2003 sei er zum Ehrenmitglied des CSU-Ortsverbands ernannt worden. Sein Herz habe auch für den Fußball-Club Freihung 1923 geschlagen, bei dem er über 40 Jahre dem Vereinsrat angehörte. Außerdem sei Bauer die Gründung der Wanderabteilung zu verdanken. 1998 habe der FC Freihung ihn zum Ehrenmitglied ernannt. Bauer habe sich bei der Feuerwehr und im erweiterten Katastrophenschutz des Landratsamtes eingebracht, außerdem im Elternbeirat der Grund- und Hauptschule sowie in der katholischen Kirchenstiftung und der Pfarrgemeinde.

Erwin Prösl kam am 6. August 1939 in Freihung zur Welt und lernte nach der Schulzeit in Amberg Maschinenschlosser. Zwölf Jahre sei Prösl bei Siemens in Amberg tätig gewesen, habe die Meisterprüfung absolviert und sei dann als Fertigungsleiter zu Kerb-Konus in das Schnaittenbacher Stammwerk gewechselt. Ab 1970 habe Prösl die Zweigstelle seines Arbeitgebers in Amberg aufgebaut. Bereits mit 14 Jahren sei er dem Schützenverein Edelweiß beigetreten, habe Führungsämter übernommen und sei gut 20 Jahre lang 1. Schützenmeister gewesen.

Ehrenmitglied der Schützen

Als 1977 der Gasthof Zur Post durch ein Feuer vernichtet worden sei, habe sich Prösl erfolgreich um einen provisorischen Schießstand im alten Pfarrheim bemüht und nicht nur den Schützen, sondern auch dem Liederkranz eine neue Bleibe besorgt. Als der Gasthof Alte Post neu aufgebaut wurde, habe sich Prösl für ein Schützenheim im Kellergeschoss stark gemacht. 1993 sei der Gasthof an die Gemeinde veräußert worden und in dieser Zeit habe Prösl in enger Kooperation mit anderen Vereinen den Umbau der ausgebrannten Diskothek White Lady zum heutigen Gemeindezentrum organisiert. Die Edelweiß-Schützen und der Schützengau Sulzbach-Rosenberg, so Bücherl, hätten Prösl jeweils zum Ehrenmitglied ernannt. In jungen Jahren sei der Geehrte für den Boxclub Amberg angetreten und habe es zum Oberpfalzmeister und bayrischen Vizemeister gebracht. Für den FC Freihung sei er im Tor gestanden. Politisch habe sich Prösl in der SPD engagiert, sei 1972 Gründungsmitglied des örtlichen Ortsverbandes gewesen, Presse- und Kassenwart und auch einige Jahre Gemeinderat.

Verdienste habe sich Prösl auch als freier Mitarbeiter der Amberger Zeitung erworben, umtriebig und zuverlässig sei er als Lokalreporter tätig und bei der Erstellung der gemeindlichen Bildbände ein gefragter Mitarbeiter gewesen. Bücherl betonte, dass das von ihm genannte Engagement der Geehrten nicht vollständig sei und dass ihr Wirken ohne Unterstützung der Ehepartner nicht möglich gewesen wäre. Blumen gab es für die Ehefrauen, Urkunden und Medaillen für die Geehrten.
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