Mit Griechenland viel gemeinsam

Mit Freing"ner Stammtischgschmader bereicherten (von links) Bernd Lehner, Jürgen Grundler und Christoph Uwer das Bockbierfest der CSU-Ortsverbände Freihung, Seugast und Großschönbrunn. Bild: bk
Lokales
Freihung
05.03.2015
8
0

Kernige Sprüche gehören in Bayern dazu. Drei frotzelnde Stammtischbrüder brachten damit jede Menge Würze ins Bockbierfest der CSU-Ortsverbände Freihung, Großschönbrunn und Seugast.

Zünftige Musik und die Premiere des mit Lokalkolorit gespickten Freing'ner Stammtischgschmaders machten das 20. Bockbierfest der CSU am Samstag im Gemeindezentrum wieder zum Publikumsmagneten.

"O'zapft is!" - ganze drei Schläge brauchte Ehrenvorsitzender Hartmut Schendzielorz, dann ließ Hermann Lühr den kastanienbraunen, süffigen Edelstoff in die Krüge fließen. CSU-Chefin Erika Urban freute sich - zugleich im Namen der Vorsitzenden Heinrich Schwirzer (Seugast) und Franz Luber (Großschönbrunn) - über viele junge Leute. Gekommen waren auch Landtagsabgeordneter Harald Schwartz, Bürgermeister Norbert Bücherl, sein Kohlberger Amtskollege Rudi Götz und einige amerikanische Gäste.

Mit "Grüß Gott ihr Freunde" und "So ein schöner Tag" eröffnete die 25-köpfige Pirker Blechmusi mit dem Gesangsduo Katrin Ram und Frieder Nößner ein musikalisches Feuerwerk. Es reichte von bayrisch-böhmischen bis modernen Klängen und ließ die Unterhaltungen an den Tischen noch ohne Probleme zu.

Für Lachsalven sorgte der mit Spannung erwartete Auftritt des Freing'ner Stammtischgschmaders. Das Trio aus dem Laienschauspieler-Original Bernd Lehner, Jürgen Grundler und Christoph Uwer zielte nahezu eine Stunde lang mit viel Witz auf Kommunalpolitik und Geschehnisse am Ort.

Einige Kostproben: "Warum gibt's in Seugast keine Windräder? Weil man dann den Lärm von der B299 nicht mehr hört, die Ernte nur zur Hälfte reif wird und die Frauen auf den Balkonen nicht braun werden."

Um Touristen anzulocken, bauen die Seugaster vom Klier-Haus in Riedhof bis zum Schwirzer einen Flugplatz. Shuttlebusse bringen die Besucher dann zur baufälligen Hütte an der Vilsquelle, die in ein Traum-Café umgewandelt werden soll.

Es sei "nix mehr lous" im Markt, wurde bedauert: "Den G'sangverein gibt's nimma, an Schützenverein hom's afglöist, und Theater spüln's a koins mehr." Letzteres sei der 100-prozentigen Umsetzung der Frauenquote im Vorstand der Freihunger Theatergruppe zu verdanken, hieß es. Sein Fett ab bekam auch 3. Bürgermeister Klaus Meissner als "Johannes Heesters der Gemeinde".

Freihung habe mit Griechenland vieles gemeinsam: leere Kassen, mehr Beamte als Einwohner und der Rathauschef warte ständig auf Subventionen. Zur Sprache kamen unter anderem noch die große Zahl der Junggesellen im Ort, die Fällung der Linde in Großschönbrunn, Gewächshäuser statt Bauplätze an der Elbarter Straße und eine Langlaufstrecke von der Dr.-Hans-Raß-Straße zum FC-Sportplatz.

Schließlich nahm das Trio CSU-Mitglied und Fuhrunternehmer Josef Macke gesanglich auf die Schippe: "Raucht denn der alte Macke-Sepp noch? Ja, er raucht noch ..."
Weitere Beiträge zu den Themen: März 2015 (9461)
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.