Oberpfälzer Grenzgangmusik in der Kulturscheune
Der Hetze entfliehen

Lokales
Freihung
20.12.2014
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(prö) "Advent, Advent, ein Lichtlein brennt." Wer kennt ihn nicht, den Aphorismus zur Vorweihnachtszeit. Unter dem Titel "Vier Kerzen" näherte sich die Kulturscheune Elbart atmosphärisch dem Thema, nacheinander entzündete Cornelia Gurdan mit ihrer Oberpfälzer Grenzgangmusik sinnbildlich die vier Flammen eines Adventkranzes.

Ohne Streichholz - versteht sich. Dafür mit stimmungsvoller Musik und einfühlsamen Texten. Das Quintett aus Hackbrett, Diadonischer Ziach, zwei Gitarren und Kontrabass spielte sich schnell in die Herzen der Zuhörer. Gurdan, die Leiterin der fünfköpfigen Formation, las zwischen den Musikstücken passende besinnliche und heitere Texte. Sie erinnerte daran, dass Advent so viel bedeutet wie "Ankunft" bedeute, die Menschen heute aber aber großteils verlernt hätten, auf etwas zu warten. So stünden viele ungeduldig an Ladenkassen, empfänden auf Rot geschaltete Ampel als zu lange oder säßen unruhig und angespannt in den Wartezimmern von Ärzten, anstatt auch nur für Momente einzuhalten.

Aber auch fröhliche Geschichten waren zu hören, die ebenso zum Advent gehören, wie leise Töne. So bot der musikalische Teil des adventlichen Abends einen Spannungsbogen von beschaulichen Stücken bis zu heiteren, flotten Weisen. Mit Zwoa- und Dreigsang, die geschickt eingeflochten waren, zollten die Musiker auch der Tradition guter bayerischer Volksmusik ihren Respekt. Das Publikum dankte es mit langanhaltendem Beifall. Weiter geht es in der Kulturscheune erst wieder am Samstag, 10. Januar, mit Jelena Lichtmann und "Klavier in der Romantik".
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