Partnerschaft verbindet seit zehn Jahren Jugendliche
Projekt, das nachwirkt

Bei der Jubiläumsfeier verlieh die Marktgemeinde Freihung Hartmut Schendzielorz die Bürgermedaille in Gold. Vorne, von links: Bürgermeister Norbert Bücherl, Hartmut Schendzielorz, Maria Schendzielorz, 2. Bürgermeister Helmut Klier. Hinten, von links: Die Markträte Reinhard Seidl, Johannes Ott, Helmut Wurzelbacher und 3. Bürgermeister Klaus Meißner. Bild: prö
Lokales
Freihung
15.09.2015
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(prö) Zehn Jahre gibt es die Partnerschaft zwischen dem Europäischen Jugendprojekt Oberpfalz, der Schule der Salesianer aus Stettin und dem Markt Freihung schon. Bei einem Empfang im Rathaus begrüßte Bürgermeister Norbert Bücherl vor allem die Gäste aus Stettin. Vorausgegangen war ein gemeinsamer Gottesdienst, der von Pfarrer Bernhard Huber und Pater Gwidon zelebriert wurde. Zur Feier spielte der evangelischen Posaunenchor Thansüß unter Leitung von Heiner Müller.

Konzept erarbeitet

"Vor 15 Jahren begann sich dieses Europäische Jugendprojekt Oberpfalz aus einer Idee heraus zu entwickeln", erläuterte Projektleiter Hartmut Schendzielorz. Mit dem Gründungspartner Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge, Bezirksverband Oberpfalz, und der Commune de Diemeringen wurde unter dem Motto des Volksbundes "Versöhnung über den Gräbern, Arbeit für den Frieden", eine tragfähige Basis geschaffen. Es folgten weitere Partnerschaften mit der Schule in Stettin und Krakau. Zusammen habe man in der vergangenen Woche in einem Seminar das neue Fünf-Jahres-Konzept von 2016 bis 2020 erarbeitet. Während der Projektphase III soll in kleinen Schritten auch eine Verjüngung der Leitung angestrebt werden, führte Schendzielorz weiter aus. Christina Regn und Gerd Müller haben bereits zugesagt, die Führung ab 2018 gemeinsam zu übernehmen.

Bürgermeister Norbert Bücherl dankte allen Mitwirkenden, die in den Jahren dazu beigetragen haben, dass die Partnerschaft auf einen derart fruchtbaren Boden gefallen ist und der Austausch der polnischen, französischen und deutschen Jugendlichen einmal im Jahr ermöglicht wurde.

Herbert Glombitza, stellvertretender Bezirksvorsitzender des Volksbundes Deutsche Kriegsgräberfürsorge, würdigte die Arbeit des Europäischen Jugendprojektes Oberpfalz. "Die Projektwochen sind sehr praxisorientiert. Der Austausch führt an Orte der Erinnerung an Krieg und Gewaltherrschaft. Dabei taucht immer wieder die Frage auf 'wie konnte das passieren?'"

Die Jugend Europas muss sich gemeinsam die Einsicht erarbeiten, dass jede Politik, die Hass und Verachtung gegenüber anderen predigt, nur ins Unglück führen kann, so Glombitza weiter. Im Namen des Volksbundes dankte er Schendzielorz und der gesamten Leitung für ihr außergewöhnliches Engagement und überreichte Schendzielorz die Albert- Schweizer-Plakette.
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