Seit genau 25 Jahren besteht zwischen Freihung und dem einst selbstständigen, aber seit 2000 eingemeindeten Ort Liebschütz eine
Erinnerung an turbulente Zeiten

Am Gedenkstein in der Dorfmitte von Liebschütz am dortigen Wasserschloss erinnerten sich die Teilnehmer beim "Tag der Partnerschaft" an die Zeit vor 25 Jahren (von links): Bürgermeister a. D. Uwe Zeltsmann, der ehemalige Ortsvorsteher Werner Hager, 3. Bürgermeister Klaus Meißner, Bürgermeister Norbert Bücherl und Bürgermeister a. D. Wilfried Philipp. Bild: nbu
Lokales
Freihung
07.10.2015
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Partnerschaft. Um dieses Jubiläum mit Vertretern der Oberpfälzer Kommune zu feiern, hatte Bürgermeister Thomas Franke von der Gemeinde Remptendorf die Freihunger zu einem "Tag der Partnerschaften" eingeladen.

(nbu) Bürgermeister Norbert Bücherl und 3. Bürgermeister Klaus Meißner, der bereits vor 25 Jahren als Gemeinderat diese Partnerschaft wohlwollend begleitete, machten sich mit einer kleinen Abordnung im Gemeindebus auf den Weg ins südliche Thüringen, um an den Feierlichkeiten anlässlich der friedlichen Wiedervereinigung vor einem Vierteljahrhundert teilzunehmen. Neben Freihung waren auch die Partnergemeinden Waldbüttelbrunn in Unterfranken, Waldbrunn aus dem Odenwald und die polnische Partnerstadt Glowno bei Lodz vertreten.

Hilfe aus dem Westen

Der Festtag begann mit einem Gottesdienst in der evangelischen Kirche. Nach einem Ortsrundgang trafen sich die Teilnehmer auf dem Dorfplatz im Festzelt. Zur Unterhaltung trugen der Männerchor und die Remptendorfer Blasmusik sowie ein Alleinunterhalter mit lustigen Einlagen bei. In seiner Laudatio blickte Bürgermeister Thomas Franke auf die Zeit vor der Wende und die Ereignisse der Wiedervereinigung Deutschlands zurück. Er dankte den damaligen Vertretern der überwiegend aus Bayern stammenden Gemeinden, die den örtlichen Kommunen in den Jahren nach der Wende bei der Einführung und Umsetzung der westdeutschen Gesetze und Richtlinien geholfen hätten. Besonders erinnerte er an den damaligen Freihunger Bürgermeister Michael Bücherl, der am 3. Oktober 1990 mit dem damaligen Bürgermeister Werner Drexler (Gemeinde Liebschütz) eine kommunale Partnerschaft besiegelte. "Leider endete diese Partnerschaft bereits nach zehn Jahren mit der Gebietsreform in Thüringen und der Eingliederung von Liebschütz in die Gesamtgemeinde Remptendorf", sagte Franke.

In seinem Grußwort bedankte sich der Freihunger Bürgermeister für die ehrenden Worte für seinen im Jahr 2010 verstorbenen Vater, Altbürgermeister Michael Bücherl. Die bewegte Zeit vor 25 Jahren mit der friedlichen Grenzöffnung und der unblutigen Wiedervereinigung Deutschland habe er persönlich als Offizier in der Panzerbrigade 12 mit der Eingliederung der vormaligen Nationalen Volksarmee (NVA) der DDR gut in Erinnerung. Zur Erinnerung an den Partnerschaftsvertrag überreichte er Bürgermeister Thomas Franke den historischen Bildband des Marktes Freihung.

Eine Ortsrundfahrt mit Besichtigung des Zentrums rund um das Wasserschloss in Liebschütz zusammen mit dem letzten in Amt und Würden befindlichen Gemeindevertretern, Bürgermeister a. D. Uwe Zeltsmann sowie dessen Stellvertreter Wilfried Philipp und dem letzten Ortsvorsteher Werner Hager, vergleichbar mit einem geschäftsleitenden Beamten, endete der Besuch.
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