Spannung mit Saitenspiel gelöst

Mit klassischer Gitarrenmusik sowie rhythmischen spanischen und südamerikanischen Klängen begeisterte Igor Lichtmann die Zuhörer in der Kulturscheune Elbart. Bild: prö
Lokales
Freihung
14.04.2015
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Auch bei seinem dritten Auftritt faszinierte Igor Lichtmann die Zuhörer. In der Kulturscheune Elbart zeigte er wieder einmal die hohe Kunst des klassischen Gitarrenspiels. Bestnoten und Preise unterstreichen das Können des jungen Mannes.

(prö) Liebhaber der klassischen Gitarrenmusik kamen am Samstagabend in der Kulturscheune Elbart wieder einmal auf ihre Kosten. Igor Lichtmann, der schon in den Bundeswettbewerben Jugend musiziert als Preisträger auffiel und 2013 den Kulturpreis der Stadt Amberg erhielt, zeigte mit einem anspruchsvollen Programm, welche Ausdruckskraft die sechs Saiten einer Gitarre haben können.

Hoch angesehen

Erneut glänzte Igor Lichtmann in der Kulturscheune mit atemberaubendem Gitarrenspiel. Seine Lehrer, Star-Gitarrist Professor Eliot Fisk von der Universität Mozarteum in Salzburg und der in der Gitarrenwelt hoch angesehene italienische Professor Carlo Marchione von der Hochschule in Maastricht, dürfen stolz sein auf ihren talentierten Schüler, der bereits seinen Bachelor mit Bestnote 1 absolvierte und sich nun auf den Master vorbereitet.

Das Programm war zeitgenössischen Komponisten gewidmet. Im ersten Teil kamen mit Joaquin Rodrigo/Spanien und Augustin Barrios/Paraguay zwei Komponisten des spanischen Sprachraums zu Gehör. Im zweiten Teil dominierten die russischen Komponisten Sergey Rudnev und Nikita Koshkin. Der dritte Teil war ausschließlich Mario Castelnuovo-Tedesco vorbehalten, einem italienischen Komponisten, der 1939 in die USA emigrieren musste.

Volle Konzentration

Mit höchster Konzentration, die nur gelegentlich den Ansatz eines Lächelns erlaubte, zelebrierte Igor seinen Gitarrenvortrag und genoss sichtlich, wie das Publikum angespannt seinem Fingerspiel folgte.

Rührend die Augenblicke, wenn der Künstler fast verlegen seinen Platz auf der Bühne einnahm, die obligatorische Fußbank zurecht rückte und mit tiefem Atemzug, einem Seufzer gleich, die kaum mehr zu ertragende Spannung vor dem Griff in die Saiten löste. Das durchaus zu spürende Wohlwollen des Publikums, das mit Applaus nicht sparte, ließ ihn jedoch zunehmend lockerer werden.

So sehr das Gitarrenspiel des sympathischen Musikers überzeugte, so vermissten doch etliche Zuhörer ein paar erläuternde Worte zu den vorgetragenen Stücken, die vielleicht manches Detail der einzelnen Werke hätten besser verstehen lassen.
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