Debatte im Freihunger Gemeinderat
Spielplatz-Umbau teuerer als geplant

Politik
Freihung
22.02.2016
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Der Spielplatz in Tanzfleck ist teurer geworden als zunächst geplant: Das sorgte jetzt im Gemeinderat Freihung für eine Diskussion.

Die nachträgliche Genehmigung der Spielplatz-Umgestaltung war das beherrschende Thema der jüngsten Sitzung. Der Vorsitzender des Rechnungsprüfungsausschusses, Marktrat Helmut Wurzelbacher, bemängelte, dass die Ausführungen nicht auf Grundlage des Vergabe-Beschlusses erfolgt seien: Sämtliche Leistungen seien auf Regiebasis abgerechnet worden.

Die Verwaltung habe dafür zwar eine ausführliche Begründung vorgelegt, diese sei aber zumindest für ihn nicht nachvollziehbar, betonte Wurzelbacher. Nach seinen Berechnungen hätte der Markt Freihung rund 4500 Euro einsparen können, wenn man sich an die Ausschreibung (Leistungsverzeichnis vom September 2012) gehalten hätte.

Pläne stark verändert


Verwaltungsamtmann Max Heindl betonte, die Sanierungspläne seien stark verändert worden. Dies sei nach dem Gutachten der Firma Rupp Bodenschutz erforderlich gewesen. Das Leistungsverzeichnis von 2012 habe deshalb aus Sicht der Verwaltung 2014, dem Beginn der Baumaßnahme, keinen Bestand mehr gehabt. Die beauftragte Firma habe nicht auf die ausgeschriebenen und beauftragten Leistungen bestanden. Heindl bedauerte, dass es dazu unterschiedliche Auffassungen gibt.

Nach umfangreicher Beratung und kontroverser Diskussion stimmte der Marktgemeinderat den Mehrkosten in Höhe von 4961Euro nachträglich zu - bei zwei Gegenstimmen.

Die vorgelegte Jahresrechnung für 2014 genehmigte das Gremium in allen Teilen, ebenso die Entlastung. Für die vorgelegte Auflistung der Vereinsbezuschussung 2015 wurde eine Gesamtzuwendung entsprechend der Zuschussrichtlinien von 6400 Euro abgesegnet. Claudia Nübler wurde zum Stichtag 17. Februar als Standesbeamtin bestellt.

Pumpe fürs Wasserwerk


Ein weiterer Tagesordnungspunkt war die Ersatzbeschaffung einer Zwischenpumpe für das Wasserwerk Freihung. Von vier Betrieben, die aufgefordert waren, ein Angebot zu machen, hat nur die Firma Wilo/Hof, eines abgegeben. Als zusätzliche Leistung offerierte sie einen Frequenz-umrichter für die Leistungsreduzierung im Bedarfsfall. Die Kosten mit Einbau der Pumpe liegen bei insgesamt 5994 Euro, dazu kommen 4221 Euro für den Frequenzumrichter. Der Rat beschloss, den Einbau der Pumpe zum genannten Preis der Firma Wilo zu überlassen. Der Einbau eines Frequenzumrichters wurde dagegen zurückgestellt.

Den Auftrag zum Aufbringen von Fräsgut auf dem Feldweg entlang der Bahnstrecke von Freihung nach Thansüß hat das Gremium nicht erteilt. Es war der Meinung, dass dadurch keine Verbesserung erreicht wird.

Den Bauantrag von Reinhard Kummer zur Errichtung einer Fahrzeughalle haben die Bürgervertreter als unvollständig zurückgewiesen. Kummer wird dazu auch mitgeteilt, dass er wahrscheinlich aus planungsrechtlichen Gründen die erforderliche Zustimmung des Gemeinderats nicht bekommen wird.
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