Europa ist jeden Einsatz wert
Bundestagsabgeordneter Reiner Meier verteidigt Außen- und Flüchtlingspolitik von Angela Merkel

Politik
Freihung
05.04.2016
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Tanzfleck. "Wir sind in Europa das stärkste Land, das die EU noch zusammenhält. Wenn aber jeder beim Flüchtlingsproblem seine Eigenbröteleien durchsetzen will, dann würde man Griechenland absaufen lassen und einen Teil Europas aufgeben. Die Situation wäre dann die gleiche wie vor den Römischen Verträgen 1957." Diese Feststellung äußerte Bundestagsabgeordneter Alois Karl vor den CSU-Ortsverbänden Freihung-Seugast-Großschönbrunn im Gasthaus Böhm. Karl plädierte wie Bundeskanzlerin Angela Merkel für eine europäische Lösung der Krise, "denn eine weitere Million Flüchtlinge ist in Deutschland nicht vorstellbar".

Überleben sichern


Er berichtete von einem Besuch im Libanon. Dort seien 1,5 Millionen Flüchtlinge bei 6 Millionen Einwohnern in kilometerlangen Lagern untergebracht. 13 Dollar monatlich statt bisher 30 reichten nicht zum Überleben. Bevor diese Menschen zugrunde gehen, wanderten sie Richtung Türkei. "Deshalb müssen wir dazu beitragen, dass das Überleben dort gesichert wird. Das kostet wesentlich weniger als bei uns," unterstrich Karl. Die Forderung von Horst Seehofer, die Grenzen dicht zu machen, sei gar nicht umzusetzen. "Wie soll man 194 Übergänge allein zu Österreich dichtmachen?" Der Parlamentarier forderte eine Verteilung der Flüchtlinge auf ganz Europa.

"10 Jahre Kanzlerschaft Merkel waren für Deutschland hervorragende Jahre", fuhr Karl fort. Die Zahl der Arbeitslosen habe sich auf 2,7 Millionen halbiert. 2015 verzeichnete der Bundeshaushalt einen Überschuss von 12 Milliarden Euro. Die Inflation ist bei null. "So gut wie heute ist es uns noch nicht gegangen. Das müssen wir unseren jungen Leuten schon mal sagen."

Für Gegner angreifbar


Er beschwor die innere Einigkeit, um weiterhin als Union die Politik in Deutschland und Bayern bestimmen zu können. "Wenn CDU/CSU nicht miteinander agieren und handeln, dann brechen sie auseinander und sind für den politischen Gegner angreifbar und adoptierbar."
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