Rückstufung der Ortsumgehung Tanzfleck im Entwurf des Bundesverkehrswegeplans 2030 ...
Überholte Zahlen der Grund?

Beim Ortstermin in Tanzfleck erläuterte Bürgermeister Norbert Bücherl (Mitte) dem Abgeordneten Uli Grötsch (Zweiter von links) die Planungen für die Ortsumgehung. Mit dabei Marktgemeinderätin Erika Urban (links) sowie (von rechts) 3. Bürgermeister Klaus Meißner und Marktgemeinderat Johannes Ott. Bild: hfz
Politik
Freihung
27.04.2016
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Die geplante Ortsumgehung Tanzfleck stand auch beim Besuch des SPD-Bundestagsabgeordneten Uli Grötsch in der Marktgemeinde Freihung im Mittelpunkt. Die Rückstufung der Maßnahme im Entwurf des Bundesverkehrswegeplans 2030 sorgte bei dem Mandatsträger für Unmut.

Bürgermeister Norbert Bücherl schilderte Grötsch die zahlreichen Herausforderungen, vor der seine Gemeinde in den kommenden Jahren steht. Bücherl bezeichnete die Rückstufung der Ortsumgehung als völlig unverständlich. "Es liegt der Verdacht nahe, dass sich das Ministerium auf veraltete Verkehrszahlen gestützt hat, die letztendlich zu einem verschlechterten Kosten-Nutzen-Verhältnis geführt haben", erklärte er. Auch aus ortsplanerischer Sicht und aus Gründen der Verkehrssicherheit sei die Verlegung der Bundesstraße 299 die einzig sinnvolle Maßnahme und zwingend erforderlich.

In die gleiche Kerbe schlug MdB Uli Grötsch: "Die Rückstufung ist aus mehreren Gründen nicht nachvollziehbar. Auch das aus der Lage am Truppenübungsplatz resultierende erhöhte Verkehrsaufkommen ist aus meiner Sicht nur unzureichend in die Betrachtung aufgenommen worden. Ich werde mich mit voller Kraft dafür einsetzen, dass die Ortsumgehung Tanzfleck auch im neuen Bundesverkehrswegeplan wieder in den vordringlichen Bedarf aufgenommen wird. Wir ziehen hier in der Großen Koalition parteiübergreifend an einem Strang", versprach er.

Nachdem vor zwei Jahren der Gleiszugang am Bahnhof Freihung behinderten- und seniorengerecht ausgebaut wurde, ist es der Gemeinde ein großes Anliegen, dass die Deutsche Bahn zeitnah Züge mit behindertengerechten Einstiegen auf der Bahnlinie von Weiden nach Nürnberg einsetzt.

Weitere Themen des Besuchs waren die spezifischen Herausforderungen des ländlichen Raums. Bürgermeister Bücherl appellierte, es müsse mehr Geld in den ländlichen Raum fließen, um den demografischen Wandel und die damit einhergehende Überalterung sowie den Wegzug der jungen Generation in die Ballungsräume abmindern zu können. Mit der Stärkung der Ortskerne gelte es, innerörtlichen Leerständen gezielt entgegenzuwirken. Entsprechend seien Städtebauförderung und Dorferneuerung zu intensivieren.

Grötsch verwies auf die enorme Erhöhung der Städtebaufördermittel, die die SPD in der Großen Koalition durchgesetzt habe. "Dennoch brauchen wir weitere zielgerichtete Sonderprogramme, beispielsweise für die Sanierung von Sportstätten. Der Investitionsstau in vielen Bereichen ist unübersehbar", ergänzte der SPD-Abgeordnete.
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