Freihunger Feuerwehr zieht Bilanz
20-Stunden-Einsatz bei Zugunglück

Vermischtes
Freihung
25.02.2016
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Die Mitgliedschaft bei der Freihunger Feuerwehr wird teurer. Auf Antrag des Vorsitzenden Günther Ernst wurde eine Beitragserhöhung von bisher fünf auf zwölf Euro und für die Sterbekasse von vier auf fünf Euro pro Jahr beschlossen.

Freihung. (prö) Der Vereins-Chef ließ bei der Jahreshauptversammlung das vergangene Jahr der Feuerwehr noch einmal Revue passieren und erinnerte an die gesellschaftlichen und kulturellen Veranstaltungen. Sein Dank galt der Fahnenabordnung und den Mitgliedern, die bei Festen und Beerdigungen präsent waren.

Kommandant Andreas Luber berichtete von 48 Einsätzen im Jahr 2015, darunter 8 Brände und 21 technische Hilfeleistungen. Luber erwähnte vor allem das Zugunglück beim Bahnübergang in Freihungsand, bei dem der Zugführer und ein Lkw-Fahrer ums Leben gekommen waren. Beim Eintreffen am Unglücksort habe der Zug bereits gebrannt. Alle Türen seien geöffnet gewesen und aus dem Inneren dichter Rauch gedrungen. Mit der Wärmebildkamera habe man im Zug nach Fahrgästen gesucht, die aber alle schon nach draußen gebracht worden waren. Nachdem das Feuer gelöscht und die Toten geborgen waren, habe die Freihunger Wehr den Brandort gesichert. "Erst nach über 20 Stunden war der Einsatz beendet", blickte Luber zurück.

Beste Ausrüstung


Der Kommandant erinnerte an eine Vielzahl von Übungen. Den Gruppenführerlehrgang hatten Johannes Amann und Thomas Luber mit Erfolg besucht. Am Atemschutz-Leistungswettbewerb (Stufe Silber) hatten Thomas Luber und Florian Bauer mit Erfolg teilgenommen. Christian Rauscher ist nun ausgebildeter Atemschutzgeräteträger. Lubers Dank galt auch der Gemeinde: "Nur durch ihre Unterstützung steht der Wehr immer beste Ausrüstung zur Verfügung."

Von einer überaus aktiven Nachwuchsarbeit berichtete Jugendwart Johannes Amann. Die Teilnahme einer Gruppe am Bundeswettkampf im Sportzentrum in Kümmersbruck habe einen enormen Übungsaufwand erfordert. Zusammen mit der Feuerwehr Thansüß habe man eine modulare Ausbildung durchgeführt, die den Grundstock für den Übertritt zur aktiven Wehr bildet.

Beim Ferienprogramm der Gemeinde habe der Verein zusammen mit der Reservistenkameradschaft für die Kinder ein abwechslungsreiches Angebot gemacht. Um das Thema "Organisation der Feuerwehr und Jugendschutz" sei es bei einem Wissenstest gegangen, den die Freihunger zusammen mit 35 Jugendlichen aus Freihung, Seugast und Großschönbrunn absolviert hätten. Schriftführer Johann Schmidschneider gab einen detaillierten Bericht über die Aktivitäten im vergangenen Jahr. Kassier Martin Koppmann erläuterte die Entwicklung der Vereinsfinanzen.

Viel Lob für Aktive


Für die freiwilligen und ehrenamtlichen Leistungen der aktiven Wehr gab es Lob vom 2. Bürgermeister Helmut Klier. Sein Dank galt den Aktiven für ihren Einsatz bei Unfällen und Bränden sowie für die Verkehrsregelung bei gemeindlichen Veranstaltungen und Festen. Der Markt Freihung werde auch weiterhin die nötigen Mittel für die Wehr bereitstellen. Kreisbrandinspektor Karl Luber sprach der Freihunger Feuerwehr seinen großen Respekt aus: "Es verdient große Anerkennung, was die Einsatzkräfte beim Zugunglück in Freihungsand geleistet haben."
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