Mit Sepp Lehner aus Seugast feiert ältester Gemeindebürger Freihungs 95. Geburtstag
Für viele Vereine der Motor

Die Glückwünsche der Marktgemeinde Freihung überbrachten die beiden Bürgermeister Klaus Meißner (links) und Helmut Klier (rechts) dem Jubilar Sepp Lehner. Bild: ö
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Freihung
05.10.2016
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Seugast. Große Freude herrschte in Seugast, Hausnummer 10, denn der Lehner Sepp feierte als ältester männlicher Einwohner des Orts und auch der Marktgemeinde Freihung bei guter Gesundheit und geistiger Frische im Kreise seiner Familie 95. Geburtstag. Einst war er der kulturelle Motor der Seugaster Vereine. Deshalb war es auch nicht verwunderlich, dass sich bei ihm die Gratulanten die Türklinke buchstäblich in die Hand gaben und das Telefon kaum zur Ruhe kam.

Geboren wurde Josef Lehner 1921 in Pappenberg, das heute im Truppenübungsplatz liegt. Als der 1938 erweitert wurde, musste der Kutscher Sepp, so nannten ihn die Pappenberger mit Hausnamen, seine angestammte Heimat verlassen. Sein Vater erwarb das alte Schulhaus in Seugast. Noch bis 1952 wurden in dem Gebäude zwei Klassen unterrichtet. Zu Beginn des Russlandfeldzugs wurde er zur Wehrmacht eingezogen, an die Ostfront geschickt und verwundet. Zurück in Freihung erlernte er den Beruf des Zimmermanns und blieb seinem Beruf bis zum Ruhestand treu. 1947 heiratete er Hella Wurzelbacher aus Seugast. Drei Kinder gingen aus der Ehe hervor. Vier Enkel und zwei Urenkel gehören heute zur Familie.

Fasching organisiert


Vom ersten Tag an engagierte sich Lehner im dörflichen Leben von Seugast. Viele Ältere können sich noch gut daran erinnern, als er in den 1950er-Jahren als Zeremonienmeister den Seugaster Fasching mit Prinzenpaar und Garde, Faschingsbällen, Prunksitzungen und Prinzentreffen organisierte. Zusammen mit Alois Dalles und Otto Schönberger hob er den Seugaster Kinderfasching aus der Taufe und betreute die Kindergarde. Großes Engagement widmete er der Feuerwehr. 32 Jahre war er ihr Kassier und in Personalunion weitere zehn Jahre Schriftführer. Darüber hinaus versah er 30 Jahre den Dienst des Gerätewarts. Bei allen Bau- und Umbaumaßnahmen am Gerätehaus war er maßgeblich beteiligt. Wegen seiner Verdienste ernannte ihn die Wehr 1990 zum Ehrenmitglied.

Seine zweite große Leidenschaft war der Schützenverein Gut Ziel. Noch heute zeugen viele, von ihm in Handarbeit hergestellte Schützenscheiben davon. Hohe und höchste Auszeichnung trägt er an seiner Schützenjacke. 1991 ernannte ihn der Verein zum Ehrenmitglied. Seine ganze Liebe aber gehörte Musik und Gesang. Viele Jahre sang er im Liederkranz mit. Als 1974 der Schützenchor Seugast gegründet wurde, war er bald einer der treuesten Sänger im zweiten Tenor. 1984 übernahm er das Amt des Chorsprechers und damit auch das eines 3. Schützenmeisters, er führte die Sänger zehn Jahre lang. Zum Dank verliehen sie ihm den Titel des Ehrenchorsprechers.

Viele Gratulanten


Entsprechend stellten sich all diese Vereine an seinem Ehrentag ein. Als erste gratulierten die beiden Bürgermeister Helmut Klier und Klaus Meißner mit Gutschein und Urkunde. Klier überbrachte auch eine Medaille von Landrat Richard Reisinger. Hans Großer für den Siedlerbund Freihung schloss sich an. Am Abend kamen die Seugaster Vereine. Hans Siegert überbrachte die Glückwünsche der Kirchenverwaltung, für die Gut-Ziel-Schützen tat dies Schützenmeisterin Anette Rauscher. Der Schützenchor brachte seinem Ehrenchorsprecher ein Ständchen. Isolde Schmidt von der Feuerwehr hatte gar eine Blaskapelle mitgebracht, die zünftig aufspielte. Ministerpräsident Horst Seehofer gratulierte schriftlich.
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