Neuer Fahrplan und Neigetechnik
Freihunger kommen zu spät zur Schule

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Freihung
30.01.2016
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Freihung/Weiden. Schüler aus Freihung kommen seit dem Winterfahrplan zu spät zur Schule nach Weiden. Dieses Problem wurde auch an den Landtagsabgeordneten Reinhold Strobl (SPD) herangetragen. Laut Mitteilung aus seinem Büro hat er sich daraufhin an die Bayerische Eisenbahngesellschaft gewandt und um eine sofortige Lösung der Verspätungsprobleme gebeten.

Seit dem Winterfahrplan 2016 fährt der Schülerzug nicht mehr um kurz vor 7 Uhr, sondern eine Viertelstunde später. Aufgrund der bekannten Probleme mit der Neigetechnik gibt es allerdings Verspätungen auf dieser Strecke. Die Schüler kommen somit regelmäßig zu spät in Weiden an. Die Anschlussbusse zu den Schulen sind dann meist schon weg.

"Wir mussten unsere Kinder sogar schon in die Schule fahren, wenn sie in der ersten Stunde eine Probe hatten", beschwert sich Doris Häusler aus Freihung. Ihre Tochter besucht dass Elli-Heuss-Gymnasium, da werde es jedes Mal knapp. Auch Schüler des Kepler- oder Augustinus-Gymnasiums schaffen es nicht rechtzeitig zur ersten Stunde, wie Häusler von anderen Müttern gehört habe. Bis nach den Faschingsferien fährt um kurz vor 7 Uhr ein Ersatzbus.

Nicht zufrieden


Mit dieser Lösung auf Zeit geben sich Häusler und andere Eltern nicht zufrieden. "Wie geht es dann nach den Ferien weiter?", fragen sie sich. Sie wollen den Schülerzug mit der alten Abfahrtzeit zurück. Mit einer Unterschriftenaktion verleihen sie der Forderung Nachdruck. Dazu wollen sich die aufgebrachten Eltern mit anderen Orten in Verbindung setzen, denn das Problem betreffe auch Kinder aus Neustadt oder Wiesau.

Betreiber soll's richten


Wie die Bayerische Eisenbahngesellschaft (beg) nun dem Abgeordneten schrieb, habe sie die DB Regio als den Betreiber der Strecke aufgefordert, den rechtzeitigen Schulbeginn für die Schüler ab Freihung (inklusive Thansüß) umgehend sicherzustellen. Darüber hinaus fordere die beg die schnellstmögliche Behebung der Neigetechnik-Probleme. Sie seien verantwortlich für die Verspätungen des seit dem Winterfahrplan eingesetzten Schüler-Zuges um 7.16 Uhr.

Ferner teilte die beg mit, dass die neue planmäßige Lage des Schülerzuges passgenau auf die Anforderungen des Schülerverkehrs in Weiden und Neustadt abgestimmt worden sei. Die DB Regio stehe also in der Pflicht, so die beg, unabhängig von den Problemen mit der Neigetechnik für eine pünktliche Ankunft in Weiden zu sorgen.

"Eine Fahrplanänderung darf nicht den Zugverkehr derart durcheinanderbringen, dass Schüler und Pendler nicht pünktlich ankommen und so Schwierigkeiten ausgesetzt sind, für die sie gar nichts können. Ich hoffe, dass die Forderungen der beg an die DB Regio umgehend umgesetzt werden und so der Fahrplan wieder minutengenau eingehalten werden kann", fordert Reinhold Strobl.
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