Zahlreiche Besucher bei der Tanzflecker Kirwa
Im Zeichen von Herz, Baum und Bierkrug

Vielleicht wird wie aus drei ihrer Vorgängern auch aus ihnen ein Brautpaar: Die neuen Repräsentanten der Kirwagemeinschaft, Corina Rauscher und Jonas Weinkauf.
Vermischtes
Freihung
19.08.2016
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"Warum is as Weda so schöj?" Pfarrer Bernhard Huber schickte beim Festgottesdienst gleich die Antwort hinterher: "Weil Tanzfleck Kirwa hout." Das Fest zeigte, wie lebendig die Dorfgemeinschaft ist. Mehr als doppelt so viele Gäste als der Ort Einwohner hat, feierten dabei mit.

Tanzfleck. Für den Verein Kirwagemeinschaft war die Teilnahme an der Messe am Samstagabend Ehrensache. Die Symbole Herz, Kirwabaum und Bierkrug auf dem Flyer hätten sehr viel mit Kirche zu tun, bemerkte Huber. Er wünschte der Festgemeinde deshalb das Herz am rechten Fleck, die Lebenswurzeln tief verankert in Gott und innere Freude bei der weltlichen Feier. Nach dem vielversprechenden Auftakt mit dem Warm-up im Barzelt ging es am nächsten Tag in aller Früh mit dem Schlepper von Erhard Fellner zum Baumholen in den Truppenübungsplatz.

Sepp Amann setzte die Säge an die von Forstoberrat Volker Goebel gestiftete Fichte. Fast unvermeidbar, dass beim Fällen des 34 Meter langen Riesen der Gipfel brach. Die Burschen wussten sich zu helfen und befestigten ihn wieder am Stamm. Unter den Anfeuerungsrufen von Jupp Schirbl spreizten sich am Nachmittag 30 Männer gehörig ein, um das von den Moidln mit gebundenen Kränzen geschmückte Prachtexemplar mit fünf Schwalben Meter für Meter in die Senkrechte zu stellen. Nach 90 Minuten war der Kraftakt geschafft - die Zuschauer, auch US-Amerikaner, klatschten Beifall.

Richtig Gas gaben am Abend D'Rebell'n aus Parsberg. Sie befeuerten die Fete mit den besten Schmankerln aus jeder musikalischen Ecke. "Very good, a fine music", meinte dazu ein US-Amerikaner begeistert. Er war mit seiner Gruppe aus der Ringstraße ins Zelt gekommen.

Der Weißwurst-Frühschoppen leitete den dritten Tag des Feier-Marathons ein. Zur Freude der Kinder und Jugendlichen standen erstmals Schiffschaukel, Schießbude und Süßigkeiten-Stand bereit. Den Höhepunkt bildete das Baumaustanzen. Die niedrige Geburtenrate um die Jahrtausendwende wirkte sich aus: Nur noch sechs Paare marschierten nach einer Runde durch den Ort auf dem von Sepp Amann mit dem Traktor gezogenen gelben Wagen und begleitet von den Allerscheynst'n zur Fensterlpolka auf das Podium. Rund 200 Zuschauer applaudierten zu den von Sonja Ringer einstudierten Tänzen Klatschwalzer, Feierheisl und Kutsch'n. Beim Walzer blieb der Blumenstrauß bei Corina Rauscher und Jonas Weinkauf hängen: Damit waren sie das Oberkirwapaar.

Den Verkauf der restlichen von 1000 Losen lösten sie binnen kürzester Zeit. Mirtl, Vitus und Andi läuteten mit ihrer Mischung aus Wirtshaus- und Tanzbodenmusi den Endspurt ein. Das Oberkirwapaar fungierte als Glücksbringer. Ein Aufschrei, als der Gewinner des 34 Meter langen Kirwabaums feststand. Michael Kaiser vom Hämmerleinshof hatte 2012 einen solchen schon mal ersteigert. Andrea Müller-Schirbl darf das Paar einen Tag lang in ihren Dienst stellen. "Es hat einfach alles gestimmt. Die Freihunger Kirwaleit waren top; den Rest der Großgemeinde haben wir aber vermisst", resümierte Vorsitzender Patrik Götz.
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