Festwochenende
Jakobikirwa und Woodstock der Blechmusik

Am Wochenende feiert Freudenberg das Patrozinium der Jakobikirche im dem historischen Ortskern von Freudenberg.
Freizeit
Freudenberg
19.07.2016
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Der Musikverein Freudenberg steuert auf den Höhepunkt seiner Feierlichkeiten zum 40-jährigen Bestehen zu. Am Wochenende vom 23. und 24. Juli richtet der Verein wieder die Jakobikirwa aus. Und das "4. Woodstock der Blechmusik" gibt's obendrein.

Die Jakobikirwa beginnt am Samstag, 23. Juli, um 19 Uhr mit dem Auftritt dreier Kapellen. Auf der Freilichtbühne am "Kobl" präsentiert sich zum einen die Hammerbachtaler Blousn aus Freudenberg. Die Gruppe steht mittlerweile über die Grenzen des Landkreises hinaus für unverfälschte traditionelle Volksmusik. Mit dabei sind außerdem "Blech hoch sieben" und die Kapelle "Volles Rohr Blech"

Am Sonntag, 24. Juli, gibt es um 9.15 Uhr einen feierlichen Kirchenzug zum Jakobiplatz. Hinter dem Orchester des Musikvereins reihen sich die Ehrengäste und die Vertreter der Vereine aus der Gemeinde ein. Um 9.30 Uhr zelebriert Pfarrer Norbert Götz einen Festgottesdienst vor der Jakobikirche. Zum Frühschoppen kommt eine Blasmusikgruppe aus der Schweiz: Die Artillerie Musik Alte Garde Zürich spielt zu Bratwürstln und Bier schmissig auf.

Historischer Ortskern


Um 15 Uhr heißt es wieder "sit down und horch di Musi" mit dem Musikverein Vilseck, dem Musikverein Freudenberg und dem Nachwuchsorchester Freudenberg. Ab 19 Uhr sorgen die Oberpfälzer Seenland Musikanten für Unterhaltung.

Seit Menschengedenken feiert Freudenberg das Patrozinium der Jakobikirche im "Kobl", dem historischen Ortskern von Freudenberg. Das Gotteshaus wurde im 19. Jahrhundert neu aufgebaut, nachdem die Vorgängerkirche durch einen Brand zerstört worden war. Wie der zeitgenössische Chronist Pfarrer Johann Kastner im Saalbuch der Pfarrei berichtet, brach in der Nacht zum 15. Juli 1828 gegen 2 Uhr wahrscheinlich durch Brandstiftung ein "Schadenfeuer nächst der St. Jakobikirche" aus und äscherte neun Wohnhäuser samt Stadeln und Ställen sowie die Jakobikirche "mit schönen zwei Glöcklein und einer sehr guten Uhr" ein. Die vorhergehende Kirche bestand mindestens seit 1419, dem Verleihungsjahr des St.-Jakob-Marktes. Sie führte deshalb auch den Namen Marktkirche und gehörte zur Herrschaft Freudenberg. Geweiht war sie dem Apostel Jakobus dem Älteren, dessen Gedenktag der 25. Juli ist.
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